Serbien stolpert erneut – türkei schickt vize-weltmeister auf zitterkurs

Serbien ist mit dem Rücken an der Wand. Nach dem Heimdebakel gegen die Türkei folgte in Istanbul die nächste Packung: 94:86 – und plötzlich steht der Vize-Weltmeister bei 2-2. Die Quali für die WM 2027 ist offen, aber die Luft wird dünn.

Yurtseven und biberovic demolieren serbiens zone

Was Svetislav Pešić sich erhoffte, ging nach hinten los. Ömer Yurtseven zerlegte in Hälfte eins jeden serbischen Big, Tarik Biberovic schraubte sich in Halbzeit zwei mit Pull-up-Jumpern auf 21 Punkte. 7/12 FG – keine Antwort aus Belgrad. Dazu 22 eigene Offensiv-Rebounds, die Serben sammelten Müll, vergaßen aber zu verteidigen. Die Türkei traf 56 % aus dem Feld, ein Offenbarungseid.

Die Personal-Krise? Noch immer kein Jokić, kein Bogdanović. Aleksa Avramovic kam, sah und versenkte 16 Zähler, brauchte dafür aber 17 Würfe. Effizienz = Null. Die Bank lieferte 19 Punkte – die türkische Reserve 42. Der Unterschied war nicht marginal, er war brutal.

Litauen rächt reykjavík-blamage und zieht mit

Litauen rächt reykjavík-blamage und zieht mit

Parallel lief in Vilnius die Abrechnung. Litauen schoss Island mit 99:82 aus der Halle, Ignaz Brazdekis feierte mit 27 Punkten sein Break-out-Game. 12/22 FG, drei Blocks, ein Statement. Sargiunas steuerte 18 Punkte bei, darunter vier Dreier – ein K.o. nach 27 Minuten. Island kassiert die zweite Niederlage, steht ebenfalls bei 2-2, doch die Balten haben die bessere Basket-Differenz.

Die Gruppe C wird zur Falle. Drei Tickets, sechs Kandidaten. Serbien muss nun gegen die Schweiz und Bosnien gewinnen – und hoffen, dass Italien in der Kreuzgruppe nicht ebenfalls 4-0 abliefert. Die Rechnung ist simpel: Verlierst du zwei Mal, schaust du von außen zu.

Die Türkei feiert nicht nur den Sweep, sondern auch die Mentalität. Erneut setzte coach Ergin Ataman auf Biberovic statt Flynn – und wurde belohnt. „Naturalisiert“ hin oder her, der Mann liefert. Die Fans in der Ülker-Sports Arena tobten, die Serben trotten mit hängenden Köpfen Richtung Bus. Die WM ist erst 2027, aber der Sturz beginnt jetzt.