Sensationelle aufstieg: weyhes latein-formation stürmt in 2. bundesliga!
Weyhe – Ein Märchen schreibt sich in Niedersachsen: Die Latein-Formation des SV Weyhe hat den unglaublichen Sprung in die 2. Bundesliga geschafft. Was als gemütlicher Freizeitkurs begann, ist eine Erfolgsgeschichte, die der regionale Tanzsport lange nicht erlebt hat.
Von der couch in die zweite liga: ein ungewöhnlicher start
Alles fing auf der Couch von Michelle Oppermann an, wie sie im Gespräch mit buten un binnen verriet. Ein entspannter Fernsehabend und der spontane Entschluss, alte Tanzfreunde wieder zusammenzubringen, legten den Grundstein für das, was folgte. Das A-Team des SV Weyhe wurde geboren – eine Formation, die den Spaß am Tanz in den Vordergrund stellt.
Doch der Spaß hat sich ausgezahlt. Mit nur einer Trainingseinheit pro Woche, die knapp zwei Stunden dauert, ist es den Tänzerinnen und Tänzern gelungen, von der Landesliga in die 2. Bundesliga aufzusteigen. Ein bemerkenswerter Erfolg, der die Leidenschaft und das Engagement der gesamten Gruppe widerspiegelt. „Wir haben viele dabei, die schon seit Jahrzehnten tanzen. Die auch hoch getanzt haben, in der Bundesliga und bei Deutschen Meisterschaften“, erklärt Laura Salmeri.

Kampf um den klassenerhalt: die herausforderung lübeck
Die Freude über den Aufstieg wird jedoch von der Realität des Kampfes um den Klassenerhalt überschattet. In den ersten vier Turnieren der Saison ließen die Weyher keine Blüte aufblühen und fanden sich einmal auf dem 7., zweimal auf dem 6. und einmal auf dem 5. Platz wieder. Die Teams auf Rang sechs und sieben müssen nach der Saison in die Regionalliga absteigen – ein Szenario, das auch den SV Weyhe heimsuchen könnte. Das entscheidende Spiel findet in Lübeck statt.
Trotz der schwierigen Situation bleibt die Formation optimistisch. „Wir wollen auf jeden Fall in der 2. Bundesliga bleiben. Da gefällt es uns“, so Sarah Oliver, die nach achtjähriger Pause wieder mit dem Tanzen begonnen hat. Der Spaß am gemeinsamen Tanz steht dabei stets im Vordergrund. „Bei uns ist kein Druck dahinter, das gibt es in manchen anderen Mannschaften nicht, das ist schön“, betont Salmeri.

Neue choreografie, alte herausforderungen: „ein echtes mammutprojekt“
Die aktuelle Choreografie, „Heart & Soul“ von der TSG Bietigheim, stellt Trainer Stefan Warnken vor besondere Herausforderungen. „Es ist ein echtes Mammutprojekt, eine neue Choreografie mit nur einer Trainingseinheit pro Woche einzustudieren“, gibt er zu. Doch Warnken schätzt die Erfahrung seiner Tänzer. „Das sind alles erfahrene Leute. Denen muss ich nicht dreimal die Dinge sagen. Das ist für mich purer Luxus.“
Die Saison mag schwierig verlaufen sein, doch die Geschichte der Latein-Formation des SV Weyhe ist ein Beweis dafür, dass mit Leidenschaft, Engagement und einem gesunden Maß an Spaß alles möglich ist. Ob der Weg zurück in die Regionalliga führt, sei dahingestellt – die Erinnerung an diesen unglaublichen Aufstieg wird den Verein noch lange begleiten.
