Laimer-poker beim fc bayern: geht's noch um wertschätzung?

München – Die Zukunft von Konrad Laimer beim FC Bayern ist ungewiss. Während der österreichische Nationalspieler mit starken Leistungen überzeugt und sich als rechter Verteidiger etabliert hat, liegen die Vertragsverhandlungen mit dem Rekordmeister offenbar auf Eis. Ein Poker um Gehalt und Anerkennung deutet auf einen möglichen Abschied hin.

Die forderung nach wertschätzung

Laimer selbst äußerte sich am Rande der Länderspiele offen über die Situation. In einem Interview mit Servus TV betonte er, dass es am Ende immer um Wertschätzung gehe: „Dass die Leistung, die man in den letzten Jahren erbracht hat, auch irgendwie anerkannt wird.“ Der Poker um einen neuen Vertrag ist also mehr als nur eine Frage des Geldes; es geht um die Anerkennung seiner Vielseitigkeit und seines Einsatzes.

Der 28-Jährige, der 2023 ablösefrei aus Leipzig kam, hat in 124 Bayern-Spielen sein Können bewiesen. Er ist nicht nur als rechter Verteidiger, sondern auch als Sechser im Mittelfeld äußerst wertvoll. Seine Variabilität und sein Teamgeist werden vom Verein geschätzt – doch die Gehaltsforderungen scheinen eine Hürde zu sein.

Aktuell verdient Laimer rund 9 Millionen Euro pro Jahr. Sein Management soll deutlich mehr als die bisher kolportierten 15 Millionen Euro Jahresgehalt gefordert haben. Die Bayern, bekannt für ihre disziplinierte Finanzpolitik, scheinen bei diesem Punkt nicht flexibel zu sein. Sportdirektor Max Eberl betonte bereits, dass die Vorstellungen von Laimer und dem Verein derzeit nicht zusammenpassen – aber das sei „ohne Groll und ohne Böses“.

Die freude am spiel steht im vordergrund

Die freude am spiel steht im vordergrund

Trotz der angespannten Verhandlungssituation betont Laimer, dass ihm der Spaß am Fußball bei Bayern und in der österreichischen Nationalmannschaft groß ist. Er schätzt die klare Kommunikation des Trainers und den Ehrgeiz seiner Teamkollegen. „Es macht sehr viel Spaß beim FC Bayern derzeit, weil wir sehr guten Fußball spielen und einen klaren Plan vom Trainer bekommen“, so der Mittelfeldspieler.

Die Frage ist nun, ob sich die beiden Parteien noch auf eine Einigung einigen können. Wenn Laimer nicht bereit ist, bei seinen Gehaltsforderungen Abstriche zu machen, könnte er im Sommer 2027 ablösefrei den Verein verlassen. Der Poker geht weiter, und die Fans des FC Bayern dürfen gespannt sein, wie er ausgeht. Es bleibt abzuwarten, ob die Wertschätzung für Laimers Leistungen letztendlich ausreicht, um ihn langfristig an den Verein zu binden.