Sensationell! waybe sport extremadura stürmt in die primera rfef

Ein Aufstieg, der für Furore sorgt: Der Waybe SportExtremadura hat sich am Sonntag die Teilnahme an der Primera RFEF gesichert – der dritte Aufstieg in nur vier Jahren Vereinsgeschichte. Der Verein aus Extremadura ist nun unbestritten die treibende Kraft im spanischen Frauenfußball der Region, und das dank der Vision eines Mannes: Juan Carlos Antúnez.

Der architekt des erfolgs: antúnez

Der architekt des erfolgs: antúnez' unerschütterliche loyalität

Antúnez, der Trainer, Sportdirektor und eigentliche Seele des Waybe Sport Extremadura, zeigt eine bemerkenswerte Bodenständigkeit. Trotz lukrativer Angebote von renommierten Klubs wie Levante, Valencia und Sevilla, sowie Anfragen von Jugendnationalmannschaften, entschied er sich stets gegen einen Wechsel. „Ich bin privilegiert, hier arbeiten und mich wertgeschätzt fühlen zu können“, erklärt er in MARCA. Seine Entscheidung ist mehr als nur Loyalität – sie ist eine Lebenseinstellung.

Der Weg des Waybe Sport Extremadura begann am 9. Juni 2021, initiiert von einer Gruppe von Unternehmern, angeführt von Fernando Pons, einer bekannten Figur im spanischen Fußballgeschäft. Pons, der bereits im Ruhestand war, erkannte das Potenzial in Antúnez und unterstützte ihn bei der Umsetzung dieses ambitionierten Projekts. „Von Null zu starten und das Team in die Elite zu führen, war immer unser Ziel“, so Antúnez. Nach fünf Jahren in der Spitze mit Santa Teresa, gefolgt von einer einjährigen Auszeit, kehrte er mit neuer Energie zurück.

Antúnez versteht sich selbst als einen „Trainer für Projekte dieser Art“, der Freiheit und Entscheidungsspielraum benötigt. Er kritisiert die Tendenz im Frauenfußball, sich zu stark am Männerfußball zu orientieren. „Im Frauenfußball gibt es zu viel Pöstlertum und zu wenig Professionalität“, so der Coach, der auf ein erfahrenes Team um sich schart, mit Mitarbeitern, die er seit 17 Jahren kennt. Diese Kontinuität, so Antúnez, sei ein Schlüssel zum Erfolg.

Die Mannschaft des Waybe Sport Extremadura ist ein Spiegelbild seiner Philosophie: eine Mischung aus erfahrenen Spielerinnen wie Espe Cuello und Alba Zafra, flankiert von jungen Talenten, wobei überraschenderweise viele Spielerinnen aus Madrid im Kader stehen. „Es ist ironisch, aber wir haben mehr Madrilenen als Extremeñas“, gesteht Antúnez. Sein Ziel ist es, talentierte Spielerinnen aus Extremadura zurückzugewinnen und ihnen eine Heimat in der Region zu bieten.

Der Aufstieg in die Primera RFEF wurde bereits zwei Spieltage vor Saisonende perfekt gemacht, als der Waybe Sport Extremadura den Gruppensieg in der Segunda RFEF sicherstellte und dabei etablierte Teams wie Sporting Huelva und Málaga hinter sich ließ. Antúnez weiß um die Herausforderungen, die in der Segunda RFEF liegen: „Es ist eine Kategorie mit vielen starken Teams und Spielerinnen. Man erlebt schlechte Platzverhältnisse, unregelmäßige Spielzeiten und manchmal fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen.“

Doch Antúnez blickt bereits weiter. „Unser Ziel ist die Liga F, aber wir wollen diesen Aufstieg nicht erzwingen. Ich bin kein Freund von großen Feierlichkeiten, aber die Spielerinnen haben sich diesen Erfolg redlich verdient.“ Die nächste Saison verspricht spannende Duelle und eine neue Ära für den Waybe Sport Extremadura.