Sensationell! altglienicke bezwingt bfc dynamo in dramatischer verlängerung

Berlin hat einen neuen Pokalsieger! Die VSG Altglienicke hat im Berliner Landespokalfinale den BFC Dynamo in einem packenden Spiel mit 2:1 nach Verlängerung besiegt. Ein Sieg, der die geringe Überlegenheit des Gegners in Unterzahl wettmacht und die Fans in Ekstase versetzt.

Ein platz, der mehr fragen aufwirft als antworten liefert

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Das Mommsenstadion bot am Samstagmittag eine ungewöhnliche Kulisse. Während die Fans beider Lager mit beeindruckenden Choreografien ihre Teams unterstützten, sorgte der Zustand des Rasens für Gesprächsstoff. Sportlicher Leiter Torsten Mattuschka ließ seiner Kritik freien Lauf: „Der Rasen im Görlitzer Park ist besser!“, wetterte er im rbb|24-Livestream – eine Ansage, die die Bedingungen auf dem Spielfeld in einem vernichtenden Licht erscheinen ließ.

Die Anfangsphase gehörte klar Altglienicke. Dominik Schickersinsky, der Rechtsaußen, zeigte bereits in der zweiten Minute sein Können, doch sein Abschluss verfehlte knapp das Tor. Doch das Glück wendete sich schnell: In der achten Minute nutzte der BFC Dynamo die erste Chance und ging durch Ivan Knezevic mit 1:0 in Führung. Ein Volley, der die Abwehr der VSG überraschte.

Altglienicke ließ sich jedoch nicht entmutigen und kämpfte sich zurück ins Spiel. Mohamed Sydney Sylla war stets gefährlich, doch der Ausgleich sollte bis kurz vor der Pause warten. Nach einer Ecke und einer Kopfballvorlage von Jonas Nietfeld war es Sylla, der den verdienten Ausgleichstreffer erzielte (45.+2).

Ein Elfmeter, der das Spiel hätte wenden können

Die zweite Halbzeit begann mit einer Riesenchance für den BFC Dynamo. Ein fragwürdiger Elfmeter, gepfiffen nach einem Kontakt an Willi Reincke, ließ die Hoffnung auf die erneute Führung aufkeimen. Doch BFC-Kapitän Rufat Dadashov scheiterte am glänzend aufgelegten VSG-Keeper Luis Zwick. Ein verpasster Moment, der das Spiel hätte wenden können.

Altglienicke erhöhte den Druck, doch die Chancen wurden vergeben. Nietfeld traf die Latte (59.), wenig später verpasste Sylla aus kurzer Distanz knapp das Tor. Der BFC Dynamo konterte gefährlich, doch auch sie fanden in Zwick ihren Meister.

Nietfelds Coup in Unterzahl sichert den Pokalsieg

Die Entscheidung fiel in der Verlängerung. Altglienicke spielte in Unterzahl, doch Jonas Nietfeld bewies Nervenstärke und köpfte nach einer präzisen Flanke von Nikos Zografakis zum 2:1 ein (103.). Ein Tor, das nicht nur den Pokalsieg bedeutete, sondern auch die Qualifikation für den DFB-Pokal in der kommenden Saison sicherte.

Luis Zwick hielt in den Schlussminuten seinen Kasten sauber und krönte damit den Triumph der VSG Altglienicke. Ein verdienter Sieg für eine Mannschaft, die trotz widriger Umstände an ihre Grenzen ging und sie übertraf. Der Pokal geht an Altglienicke – ein Beweis für Kampfgeist und Teamgeist!