Seiffert rauscht zum ksc – fcs muss neuen chef finden
Der 1. FC Saarbrücken verliert seine Führungsspitze. Christian Seiffert verlässt den Drittligisten nach nur drei Jahren und wird im Sommer Direktor Infrastruktur und Stadionbetrieb beim Karlsruher SC. Der KSC bestätigte den Wechsel am Sonntag, der FCS schweigt bislang.
Es ist ein Paukenschlag, der bis in die Region trägt. Seiffert hatte den Saarbrückern seit Juli 2023 als Geschäftsführer Stabilität verpasst, nun folgt ihm der Zweitligist, der in der laufenden Spielzeit mit dem Abstiegskampf hadert. „Wir gewinnen eine erfahrene Führungskraft“, sagte KSC-Vorstand Jens Rehländer. Für den FCS beginnt die Suche nach einem Nachfolger, der die marode Infrastruktur und die sportliche Neuorientierung stemmen soll.
Schwartz vorzeitig frei – münster ruft
Nur wenige Stunden später löste der FCS auch den Vertrag mit Ex-Trainer Alois Schwartz auf. Der 55-Jährige, der Ende November entlassen wurde, wird neuer Chefcoach beim abstiegsbedrohten SC Preußen Münster. „Wir haben uns schnell und unkompliziert geeinigt“, sagte FCS-Vorstand Sport Markus Thiele. Die Trennung ist folgenreich: Schwartz’ Co-Trainer Thomas Sulewski übernimmt in Saarbrücken interimsmäßig, doch die Personalie Seiffert hinterlässt eine Lücke, die größer ist als ein Trainerposten.
Seifferts Abschied ist ein Armutszeugnis für die FCS-Geschäftsführung. Unter seiner Ägide stieg die Liquidität, doch sportlich stagnierte der Klub. Nun muss Tobias Abel, Vorstandssprecher, erklären, warum der FCS zwei Schlüsselpositionen innerhalb von 48 Stunden räumt. Die Antwort bleibt offen – und die Uhr tickt. Die Lizenzverhandlungen für die 3. Liga laufen, der Kader veraltet, die Fans fordern Konzepte statt Personalrochaden.

Elversberg verliert book – dortmund zieht
Während der FCS personelle Bruchlandungen verkündet, verliert die SV Elversberg mit Ole Book einen weiteren Leistungsträger. Der Sportvorstand wechselt sofort zum BVB, nach achteinhalb Jahren an der Kaiserlinde. Die SVE, Tabellenzweiter der 2. Liga, muss nun in der heißen Phase der Saison die sportliche Leitung neu besetzen. Die Parallelen sind unverkennbar: Der Saarland-Fußball verliert Führungskräfte an die großen Namen – und bleibt mit Fragen zurück.
Die Zahlen sind hart: Der FCS kassierte am Samstag eine 0:3-Klatsche in Verl, Elversberg patzte daheim gegen Fürth. Die Region rutscht ab, während die Manager die Koffer packen. Christian Seiffert beginnt am 1. Juli in Karlsruhe, Alois Schwartz in Münster. Wer in Saarbrücken die Führung übernimmt, steht noch nicht fest. Die Antwort wird die nächste Saison prägen – und vielleicht entscheiden, ob der 1. FC Saarbrücken in der 3. Liga bleibt oder im Amateurbereich verschwindet.
