Seifert schlägt zweimal – hertha bleibt oben

Johanna Seifert brauchte 120 Sekunden, um RB Leipzigs Reserve zu zerstören und Hertha BSC in der Regionalliga Nordost weiter auf Aufstiegskurs zu halten. Mit einem Doppelpack in der 47. und 49. Minute drehte die Mittelfeld-Abräumerin das 0:1-Rückstand in einen 2:1-Sieg, der die Berlinerinnen nach Spieltag eins punktgleich mit Union II an der Spitze hält.

Union ii folgt dichtauf – türkiyemspor rutscht weiter

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Während Hertha die Leipzigerinnen dominierte, feierte auch die zweite Garde des 1. FC Union einen Kantersieg: 4:2 gegen Carl Zeiss Jena II, Tore in Serie bis zur 14. Minute. Die Köpenicker haben ein Spiel mehr absolviert, bleiben aber die einzigen, die Hertha noch vom Thron stoßen können.

Die großen Verlierer des Wochenendes heißen Türkiyemspor und Turbine II. Türkiyemspor verspielte gegen Fortuna Dresden eine 1:0-Führung und kassierte vier Minuten später den Ausgleich. Turbine Potsdam II verlor daheim gegen Erfurt 0:2 und rutschte auf Rang fünf ab – der Traum vom direkten Wiederaufstieg ist erst einmal begraben.

Im Kellerduell Rostock gegen Hohen Neuendorf schoss Alexandra Almasalme schon nach 120 Sekunden die Angst in die Hanseaten. 3:1 Endstand, Hohen Neuendorf verlässt vorerst die rote Zone. Die Klasse ist noch längst nicht gesichert – aber der Selbstvertrauensschub ist Realität.

Die Regionalliga Nordost ist dieses Frühjahr kein Schaulaufen, sondern ein Kampf bis zur letzten Sekunde. Drei Punkte trennen Spitze vom sechsten Platz, die Aufstiegsrelegation ist noch ein offenes Ziel. Wer jetzt zögert, fliegt raus. Wer trifft, lebt – wie Seifert in ihren zwei Minuten Ruhm.