Seawolves kämpfen um alles: lansdowne's vorbereitung verrät viel

Rostock – Die Luft brennt, die Muskeln schmerzen, aber für die Rostock Seawolves steht heute Abend (18.30 Uhr) in den BBL-Play-Ins gegen Ludwigsburg alles auf dem Spiel. Ein Sieg ist der Schlüssel zum Viertelfinale, eine Niederlage bedeutet das vorzeitige Ende der Saison. Routinier DeAndre Lansdowne (36) scheint sich der immensen Aufgabe bewusst zu sein und bereitet sich mit einer Disziplin vor, die beeindruckt.

Die mentale stärke entscheidet

Die mentale stärke entscheidet

„Klar, beide Teams sind müde. Aber bei uns sind die Emotionen da, wir sind im Flow. Und diese Welle wollen wir weitersurfen“, erklärte Lansdowne vor dem Heimspiel. Doch er weiß, dass dies allein nicht ausreicht. Der erfahrene US-Amerikaner hat seine Vorbereitung auf ein neues Level gehoben, eine Mischung aus körperlicher Pflege und mentaler Stärke.

„Man lernt viel, wenn man älter wird“, so Lansdowne. „Ich bin extrem gut organisiert. Und ich lerne gern und viel über einen Körper. Vor allem, wenn ich etwas sehe, was einem Profi und seinem Körper helfen könnte. Damit es eine Routine wird.“ Diese Routine umfasst weit mehr als nur das Training auf dem Feld.

Die ungewöhnlichen Rituale Während des Spiels sitzt Lansdowne oft mit einer Massage-Pistole auf der Bank, um seine Muskulatur zu lockern. „Um locker zu bleiben“, wie er es nennt. Zu Hause gönnt er sich regelmäßig eine Rotlicht-Therapie vor dem Spiel. Und nach dem letzten Spiel am Sonntag war er noch in der Kältekammer – drei Minuten, eine Erfahrung, die er schätzt. „Im Vergleich zu einer Eistonne braucht der Körper nicht so lange, um wieder auf Normaltemperatur zu kommen.“

Lansdowne, der im Juni 37 Jahre alt wird, achtet nahezu pedantisch auf seinen Körper. Er blickt zu den älteren NBA-Stars wie LeBron James (41) auf, die trotz ihres Alters immer noch auf höchstem Niveau spielen. „Die spielen viel mehr als wir! Und da frage ich mich, wie schaffen die es, fast immer 100 Prozent zu geben?“

Noch lässt Lansdowne nicht nach. Seine Statistiken sind weiterhin beeindruckend und auf dem gleichen Niveau wie im letzten Jahr. „Mein Kopf sagt mir manchmal was anderes“, gibt er lachend zu. „Es ist eine mentale Schlacht zwischen dir und der Zeit. Aber bisher habe ich die Schlacht meistens gewonnen.“

Wer heute gewinnt, muss noch eine weitere Play-In-Partie bestreiten, um im Viertelfinale gegen die Bayern spielen zu dürfen. Der Gegner wäre dann der Verlierer der Begegnung Vechta gegen Trier. Lansdowne hat sich bereits eine Meinung gebildet: „Mir wäre Vechta lieber“, sagt er offen. „Das ist viel näher dran. Obwohl Trier auch nicht schlecht wäre. Von dort ist es nicht so weit nach München …“

Die Seawolves verlassen sich auf die Erfahrung und den unbändigen Willen ihres Routiniers. Ob Lansdowne und sein Team die mentale Schlacht gewinnen und die nächste Hürde nehmen, wird sich heute Abend zeigen. Ein Sieg wäre nicht nur ein Schritt ins Viertelfinale, sondern auch ein Beweis dafür, dass Erfahrung und Disziplin im modernen Basketball eine entscheidende Rolle spielen.