Dakar 2026: nani roma enthüllt knapp verpassten schockmoment!
Nur wenige Stunden nach seinem beeindruckenden zweiten Platz beim diesjährigen Dakar offenbarte Nani Roma eine Situation, die das Rennen fast in ein noch dramatischeres Chaos gestürzt hätte – ein Szenario, das dem bereits unglaublichen Finale der Motorräder um nur wenige Sekunden unterlegen gewesen wäre.

Ein fehler von nur 200 metern hätte alles verändert
Während die Welt noch über den sensationellen Sieg von Benavides sprach, der sich im letzten Kilometer gegen alle Erwartungen durchsetzte, stand Roma kurz davor, Zeuge eines ähnlichen Umbruchs in der Autokategorie zu werden. Der Grund: Nasser Al-Attiyah, der letztendlich seinen achten Dakar-Titel feierte, hätte aufgrund eines Navigationsfehlers eine Strafzeit von 15 Minuten erhalten können – und das nur aufgrund von 200 Metern.
“Was Nasser passiert ist, ist meinem Teamkollegen Guthrie bereits widerfahren, nur hat er es nicht rechtzeitig bemerkt”, erklärte Roma gegenüber MARCA. Der Fehler des catarischen Dacia-Fahrers war denkbar einfach: Er verließ sich auf einen falschen Wegpunkt und befand sich kurz davor, eine Strafe zu kassieren, die ihn womöglich aus dem Rennen genommen hätte. Doch Al-Attiyahs schnelle Reaktion rettete die Situation, er korrigierte seinen Kurs im letzten Moment.
Die Spannung war greifbar: Roma schilderte, wie knapp die Situation war: “Es wäre knapp gewesen, wenn er die Strafe auch noch bekommen hätte. Es hätte den Dakar zu einem der verrücktesten Rennen der Geschichte gemacht.” Die Erinnerung an den Motorrad-Thriller, bei dem Benavides sich nur um zwei Sekunden durchsetzte, ließ die Möglichkeit eines ähnlichen Dramas in der Autokategorie noch unvorstellbarer erscheinen.
Doch die Geschichte von Al-Attiyah ist noch nicht zu Ende erzählt. Der nunmehr sechsfache Dakar-Sieger kam mit einer gehörigen Portion Glück davon, nachdem er zuvor bereits eine Weltmeisterschaft verloren hatte, die er bereits in der Hand hielt. Ein verpasster Kontrollpunkt nach dem Gewinn des Rallye Marokko hatte ihm den Titel gekostet. Diese Erfahrung lastete sicherlich schwer auf ihm, als er sich dem Ziel in Yanbu näherte.
“So einen Dakar zu verlieren, wäre eine absolute Katastrophe gewesen”, so Roma mit einem Augenzwinkern. “Es zeigt, dass man bis zum letzten Kilometer, bis zum letzten Meter arbeiten muss. Es sind so viele Details, die den Unterschied ausmachen können. Und das ist ein Beweis dafür.” Roma räumte ein, dass Al-Attiyah letztendlich die Nase vorn hatte, betonte aber, dass es nicht unbedingt an Geschwindigkeit lag: “Nasser war ein bisschen besser, aber nicht unbedingt schneller. Seine Strategie war einfach die bessere.”
Obwohl Roma sich über die letztendliche Entscheidung ärgerte, zog er eine weise Schlussfolgerung: “Nach all den schwierigen Jahren habe ich bewiesen, dass ich immer noch schnell bin. Die 200 Meter machen mir ehrlich gesagt nicht viel aus.” Der Dakar-Direktor David Castera bestätigte, dass er selbst erst nach Romas Enthüllung die volle Tragweite der Situation erfasst hatte. Er war mit der Evakuierung von Honda-Fahrern beschäftigt, nachdem Ricky Brabec sich verlaufen hatte, als er von dem Vorfall in der Autokategorie erfuhr. “Ich wusste, dass die Fahrer in der letzten Etappe sehr nervös waren und Fehler passieren können”, so Castera.
Die Vorstellung, dass zwei Teams gleichzeitig den Dakar aufgrund von Fehlern in der letzten Etappe verlieren würden, wäre wohl zu viel für das legendäre Rennen gewesen. Ein solches Szenario hätte die ohnehin schon dramatische Geschichte des Dakar noch weiter in den Schatten gestellt.
