Rüdiger als vize: schult schießt hart gegen nagelsmann!
Antonio Rüdiger, der stets polarisierende Innenverteidiger, soll bei der anstehenden Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko nicht nur dabei sein, sondern sogar als Vize-Kapitän fungieren. Eine Entscheidung, die ehemalige Nationaltorhüterin Almuth Schult öffentlich kritisiert und damit für Aufsehen sorgt. Die Frage ist: Kann Rüdiger die Rolle eines Führungsspielers wirklich verkörpern?

Schults harsche kritik: vorbild oder emotionaler ausbruch?
Die 35-jährige Schult, Olympiasiegerin von 2016, hält Rüdiger für ungeeignet für die Position des Vize-Kapitäns. Ihr Argument ist schlicht: „Für mich muss ein Führungsspieler ein Vorbild sein und die Richtung vorgeben.“ Sie bemängelt, dass Rüdiger zwar ein „emotionaler Leader“ sei, aber „teilweise drüber“ und in manchen Situationen „unfair“ agiere. Das passe für sie nicht zur Rolle in der Nationalmannschaft. Ein deutliches Statement von einer erfahrenen Sportlerin, die weiß, was es bedeutet, für Deutschland auf dem Platz zu stehen.
Doch die Kritik geht noch weiter. Schult fragt sich, ob Bundestrainer Julian Nagelsmann den 33-Jährigen überhaupt nominieren hätte müssen. „Er hatte viele einzelne Auffälligkeiten, die man in der Summe durchaus zum Anlass nehmen konnte, ihn auch einmal nicht zu nominieren.“ Eine These, die in der Fußball-Deutschland für Diskussionen sorgt. Denn Rüdiger ist, trotz seiner gelegentlichen Aussetzer, ein Leistungsträger und körperlich präsent auf dem Platz.
Nagelsmann im Visier: Kommunikationsprobleme und fragwürdige Entscheidungen
Schult scheut sich nicht, auch den Bundestrainer öffentlich zu kritisieren. Besonders in der Kommunikation sieht sie Verbesserungsbedarf. „Es kommt vor, dass er Argumente für einen Spieler anführt, die er wenige Wochen oder Monate später in ähnlicher Form gegen denselben oder einen anderen Spieler verwendet. Das ist von außen nicht immer komplett nachvollziehbar.“ Die jüngsten Aussagen bezüglich Deniz Undav, für die sich Nagelsmann mittlerweile entschuldigt hat, wurden von vielen Fans und Experten kritisch beäugt. Die Entschuldigung selbst bewertet Schult positiv: „Ich finde es grundsätzlich gut, dass Julian Nagelsmann bereit ist, Dinge noch einmal aufzuarbeiten.“
Die endgültige Nominierung für die Weltmeisterschaft, die vom 11. Juni bis zum 19. Juli stattfindet, wird am 21. Mai offiziell bekannt gegeben. Bis dahin bleibt die Debatte um Rüdiger und Nagelsmann ein heißes Thema. Ob der Bundestrainer den Kurs beibehält und auf die Erfahrung des Innenverteidigers setzt, oder ob die Kritik von Schult und anderen Experten ihn zum Umdenken bewegt, wird die kommenden Tage zeigen. Die Fans sind gespannt.
