Scrj lakers fegen sc bern raus: nyffeler ringt jetzt fribourg heraus
Die Saison war schon halb im Sarg, doch Melvin Nyffeler nagelte den Deckel zu – und riss ihn sofort wieder auf. Mit 58 Paraden in zwei Spielen schleuderte der Lakers-Schlussmann den SC Bern aus den Play-offs und schoss sein Team in die nächste Runde. Freitag geht’s gegen Fribourg-Gottéron, doch bis dahin zählt nur das, was vor der Südkurve passierte.
Nyffeler: „wir haben zwei sensationelle partien gespielt“
Die Stimme klang heiser, das Trikot klebte, und die Hände schmerzten von den Schüssen, die er weggewischt hatte. „Hinten waren wir abgeklärt, vorne haben wir die Tore gemacht“, sagte Nyffeler, ohne auch nur ein Wort über den Gegner zu verlieren. War unnötig. Die Berner hatten sich mit sechs Dummheits-Strafen selbst erledigt, zwei davon versenkten die Lakers in einem Sekundenbruchteil.
Die Zahre sprangen aufs Eis, die Cowbells drohnten, und in der Kabine ging die Sektflasche rum. 114:04 Minuten ohne Gegentreffer – das ist keine Statistik, das ist ein Statement. Nur Miro Aaltonen fand in Spiel eins eine Lücke, sechs Minuten nach dem Bully. Danach: Dauerfeuer auf Nyffeler, aber kein Treffer. Bern schoss 89 Mal, 58 landeten auf ihm, der Rest prallte an Pfosten, Pantinen oder verpuffte in der Stockholmer Deckung.

Hc fribourg wartet – doch das ist morgen thema
„Heute Abend schaue ich nirgends hin“, sagte Nyffeler und wischte sich das Schweißperlen-Regiment aus dem Gesicht. „Ab morgen können wir weiterschauen.“ Die Saanestadt ist ein anderes Kaliber: mehr Tempo, mehr Tiefe, mehr Spannung. Doch wer 58 Schüsse wegsteht, für den ist jedes Tor nur ein weiteres Bier im Anschlag.
Die Lakers reisen mit zwölf Toren in zwei Spielen, einer Powerplay-Quote von 40 % und einem Torhüter, der sich selbst in Serie versetzt. Fribourg mag die Regular-Season-Dominanz gewesen sein, dompt aber eine Mannschaft, die gerade den Abstieg verweigert hat? Fragezeichen. Die Antwort kommt am Freitag. Und Nyffeler wird bereitstehen – mit frischen Pad und einem Grinsen, das selbst die Bande sprengt.
