Schweiz stolpert weiter: 3:5 gegen finnland – marti rastet aus

Die Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft taumelt von einer Blamage zur nächsten. Nach dem 1:8 gegen Schweden folgte nun ein 3:5 gegen Finnland – und ein Geständnis, das wehtut. «0:5 – Eishockey sollte dann noch Spaß machen, wird aber schwierig», sagte Assistenzcaptain Christian Marti nach dem Spiel ins SRF-Mikrofon. Seine Stimme klang leer, sein Blick war starr.

Die schweiz wirkt kopflos – und das mitten in der vorbereitung

Noch ist die Heim-WM in Zürich und Lausanne Monate entfernt. Doch wer so spielt, brennt sich die Sympathien schon jetzt ab. Gegen Finnland lag die Schweiz nach 20 Minuten mit 0:3 zurück, sah aus wie ein B-Team, das vergessen hat, wie man sich in der eigenen Zone bewegt. Die Abstimmung war ein einziger Knoten, die Zugriffe kamen stets einen Schritt zu spät. «Wenn du einen Schritt zu spät bist, wird es einfach schwierig», analysierte Marti – und klang dabei wie ein Lehrer, der seinem Schützling schon zum dritten Mal dieselbe Rechenaufgabe erklärt.

Tyler Moy, frisch genesen von einer Verletzung, erzielte das 2:5 und versuchte noch, das Letzte daraus zu ziehen: «Das Comeback tut gut, aber am Ende war es nicht gut genug.» Ein Satz, der wie ein Epitaph für die gesamte Leistung klingt.

Marti zieht den stecker – und das war nur der anfang

Marti zieht den stecker – und das war nur der anfang

Was die Schweiz jetzt braucht, ist keine Videoanalyse mehr. Sie braucht eine Standpauke, vielleicht sogar einen Kader-Coup. Marti machte keinen Hehl daraus: «Immer nur zu sagen, wir hätten jetzt viele Videos, von denen wir lernen können, ist auch nicht mega cool.» Es klang wie eine Kampfansage an das Trainerteam um Patrick Fischer. Die WM ist zwar noch fern, doch das Vertrauen der Fans schmilzt schneller als das Eis in der Hallenluft.

Die nächste Partie kommt schneller, als der Eidgenossen lieb ist. Wer so weiterspielt, reist nicht als Medaillenkandidat zur WM, sondern als Außenseiter mit Selbstzweifeln. Und das in einem Land, das sich selbst gerne als Eishockeynation sieht. Die Realität sieht derzeit anders aus – und sie trägt das Gesicht eines Mannes, der weiß, dass 0:5 kein Spaß macht.