Schwabl droht erneut den aufstiegsboykott – nlz soll nicht leiden
Die SpVgg Unterhaching kann, will aber vielleicht nicht. Präsident Manfred Schwabl lässt sich auf keinen Kompromiss ein, der das Nachwuchsleistungszentrum schmälert – selbst wenn die 3. Liga daran scheitert.
Dfb-papier ist nur formsache
Unterhaching hat seine Lizenzunterlagen fristgerecht abgeliefert. Das klingt nach Aufstiegswillen, ist aber nur die halbe Wahrheit. Schwabl betont, man wolle „sich die Option offenhalten“, nicht mehr. Der Verein wartet auf den DFB-Bescheid im April, der Auflagen verkündet. Dann wird wieder gerechnet, getuschelt und verhandelt – wie schon 2023.
Die Kernaussage des Präsidenten: „Bei der Entscheidung muss man einfach ehrlich sein.“ Ehrlich heißt: Ohne Geld von außen kein Sprung in die dritte Etage. Die Eigenkapitalquote ist dünn, eine Bürgschaft in Millionenhöhe fällig. Wer sie stellt, bleibt offen. Der FC Bayern, Besitzer der Sportpark-Anteile, rückt nicht mit Barem. Also sucht Schwabl wieder nach einem Gönner aus dem Umfeld – oder sagt Nein.

Nürnberg ii und illertissen erleichtern den weg
Sportlich steht Unterhaching auf dem zweiten Rang. Spitzenreiter 1. FC Nürnberg II hat verzichtet, der FC Illertissen ebenfalls. Bleibt Würzburg als Konkurrent. Sollte Sven Benders Team die Relegation erreichen, winkt das Ticket zur 3. Liga – vorausgesetzt, die Kasse stimmt.
Die Fans dürfen sich auf einen Endspurt freuen, aber das Happy-End ist offen. Schwabl wird nicht zulassen, dass der Nachwuchs für den Profi-Traum blutet. Die Devise: lieber viertklassig mit guter Jugend als drittklassig mit kaputtgespartem NLZ. Ob das reicht, um wieder einen Mäzen zu mobilisieren? Die Antwort fällt im April, wenn der DFB-Brief eintrudelt und die Kasse gezählt wird.
