Anyomi-aus: eintracht bangt um top-scorerin – abschied in der luft?

Schock für die Frankfurterinnen: Nicole Anyomi, die treibende Kraft im Angriff der Eintracht Frankfurt, zog sich im Spiel gegen Nürnberg eine Muskelverletzung zu und droht, die restliche Saison zu verpassen. Die Frage, die nun alle Fans beschäftigt: War das überhaupt ihr letztes Spiel im Eintracht-Dress?

Verletzungsmist und mögliche abgang

Die 26-jährige Stürmerin, die mit 13 Toren und zwölf Vorlagen in 23 Spielen aktuell die Bundesliga dominiert, musste am vergangenen Spieltag verletzt ausgewechselt werden. Trainer Niko Arnautis beschrieb die Situation als „unglücklich“: „Sie wollte den Ball mit der Hacke spielen und ist ein bisschen hängen geblieben. Der Oberschenkel war in Mitleidenschaft gezogen.“ Ein Schock für die Mannschaft, die sich gerade in einer beeindruckenden Form befindet und die Champions-League-Qualifikation so gut wie sicher hat.

Platz drei ist nahezu sicher: Nur noch Leverkusen und Hoffenheim haben theoretische Chancen, Frankfurt noch abzufangen, aber die Distanz ist zu groß. Doch der verpasste Einsatz von Anyomi hinterlässt eine deutliche Lücke im Sturm. Die Frage ist, wie die Eintracht diese Lücke füllen will, insbesondere angesichts des bevorstehenden Duells gegen den bereits als Meister feststehenden FC Bayern München.

Frankreich ruft? gerüchte verdichten sich

Frankreich ruft? gerüchte verdichten sich

Aber es gibt noch einen weiteren Aspekt, der die Situation zusätzlich kompliziert: Die Gerüchte um einen Wechsel von Nicole Anyomi ins Ausland verdichten sich. Besonders französische Klubs sollen großes Interesse an der talentierten Stürmerin haben. „Da steht nichts fest, und solange alles offen ist, werde ich keine Statements abgeben“, so Arnautis ausweichend. Das deutet stark darauf hin, dass ein Abschied durchaus wahrscheinlich ist.

Anyomi ist nicht die einzige Spielerin, die im Sommer die Eintracht verlassen könnte. Lisanne Gräwe wechselt bereits zu Union Berlin, und auch Elisa Senß und Geraldine Reuteler stehen wohl vor dem Absprung – alle dank Ausstiegsklauseln oder auslaufenden Verträgen. Ein massiver Umbruch steht also bevor.

Die Eintracht muss sich also nicht nur von ihrer Top-Scorerin verabschieden, sondern auch eine neue Mannschaft formen. Ob es Trainer Arnautis gelingt, den Kader schnellstmöglich zu stabilisieren, wird entscheidend sein, wenn es im nächsten Jahr ernst um die erneute Qualifikation für die Champions League geht. Der Verlust von Anyomi wird eine schmerzhafte Erfahrung sein, aber auch eine Chance, neue Talente zu entdecken und eine neue Dynamik zu entwickeln. Die Zukunft wird zeigen, ob sich diese Investition auszahlen wird.