Zuberbühler zerreißt stucki: «ein eigentor, was der sportchef da baut»

Pascal Zuberbühler hat genug. Der ehemalige FCB-Torhüter lässt bei blue Sport die Maske fallen und schießt gegen Daniel Stucki, den Mann, der im Basel derzeit das Sagen hat. «In Salzburg hat er Magnin die Beine öffentlich vor der Kamera abgesägt. Das kannst du doch nicht machen», donnert er. Für Zuberbühler ist Stucki ein Fehler auf zwei Beinen – und der Zeitpunkt des Trainerwechsels im Herbst war «ein Eigentor».

Stucki steht am pranger

Der Sportchef ist erst seit kurzem im Amt, doch die Lektionen kommen hart. Zuberbühler: «Er ist noch nicht lange Sportchef, er muss noch sehr viel lernen.» Die Kritik ist messerscharf. Stucki habe in Salzburg den damaligen Trainer Alexander Magnin vor laufender Kamera bloßgestellt – ein Fauxpas, der in der Fussball-Welt nicht vergessen wird. «Das kannst du doch nicht machen», wiederholt Zuberbühler und schüttelt den Kopf. Der 0:3-Debakel gegen St. Gallen am Sonntag war nur die Spitze des Eisbergs.

Doch es gibt noch mehr. Der Zeitpunkt des Trainerwechsels im Herbst war für Zuberbühler ein No-Go. «In so einem Moment den Trainer zu wechseln, ist für mich ein Eigentor», sagt er. Die Entscheidung, Stephan Lichtsteiner zu holen, war mutig – aber der Zeitpunkt war verheerend. Der Druck auf dem jungen Coach ist immens, und das merkt man auf dem Platz.

Lichtsteiner bekommt rückendeckung

Lichtsteiner bekommt rückendeckung

Während Stucki am Pranger steht, bekommt Stephan Lichtsteiner Rückendeckung. «Er ist ein junger Trainer. Er wird noch viel lernen, es ist ein Lernprozess», sagt Zuberbühler. Auch Blerim Dzemaili, der Lichtsteiner aus gemeinsamen Zeiten in der Nationalmannschaft kennt, fordert Geduld. «Ich finde es gut, wenn man einen jungen Trainer holt. Aber man muss ihm Zeit geben. Im Moment spürt er den Druck, und das tut ihm nicht gut.»

Die Botschaft ist klar: Lichtsteiner ist nicht das Problem – er ist Teil der Lösung. Aber er braucht Zeit, und die bekommt er nur, wenn der Verein hinter ihm steht. Ob das reicht, um den Saison-Absturz aufzuhalten, bleibt offen. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Der amtierende Meister steht mit dem Rücken zur Wand. Und Zuberbühler hat seinen Satz gesprochen: «Ein Eigentor» – das wird man in Basel nicht so schnell vergessen.