Schröder lässt hfc auf der siegeswelle reiten – 3:1 in berlin
Der Rasen war ein Acker, der Rückstand ein Schock – doch der Hallesche FC schert sich nicht mehr um Hindernisse. Mit dem siebten Sieg nacheinander schob sich der HFC am Samstag auf Platz zwei der Regionalliga Nordost und ruderte die Preußen aus Berlin mit 3:1 (0:1) nieder.
Trainer Robert Schröder sprach nach dem Abpfiff von einer „Welle, auf der wir weiter surfen wollen“. Die Metapher passt: Seine Mannschaft kam bei strömendem Regen und einem Spielfeld, das mehr vereiste Furchen als Grashalme bot, erst in der zweiten Hälfte in Fahrt. Bis dahin hatte Nikolas Frank den Tabellenvorletzten mit einem Kopfball nach Ecke in Führung geschossen (28.).

Die wende in drei minuten
Der Ausgleich fiel aus dem Nichts. Marius Hauptmann stibitzte einen abgewehrten Freistoß und hämmerte die Kugel aus 16 Metern unter die Latte (60.). Acht Minuten später erzielte Lucas Ehrlich sein erstes Pflichtspieltor für den HFC – per sehenswertem Lupfer über BFC-Keeper Lionel Müller (68.).
Die Berliner warfen noch alles nach vorn, doch Max Kulke verwandelte einen Foulelfmeter in der vierten Minute der Nachspielzeit und besiegelte die Niederlage der Hausherren. „Wir haben wieder bewiesen, dass wir in der Lage sind, Spiele zu drehen“, sagte Schröder. „Diese Mentalität macht uns gefährlich.“
Mit 47 Punkten liegen die Hallenser nun zwei Zähler vor Jena und haben den direkten DFB-Pokal-Platz fest im Visier. Die nächste Herausforderung: Aufstiegsaspirant Chemie Leipzig kommt am Sonntag in die Leuna-Chemie-Arena. Für Schröder ist klar: „Die Welle will geritten, nicht gebremst werden.“
