Schock in seattle: ägypten verpasst historischen wm-sieg knapp!

Ein Patzer in der Nachspielzeit! Ägypten verwarf am Donnerstag in Seattle förmlich die Chance auf den ersten WM-Sieg seiner Geschichte, als Romelu Lukaku durch ein Eigentor von Mohamed Hany die Partie gegen Belgien mit 1:1 (1:0) unvorteilhaft abschloss. Der Geburtstag von „König“ Mohamed Salah, der seinen 34. Geburtstag feierte, wurde somit zum bitteren Tag der Enttäuschung.

Die pharaonen überraschen – bis zur pause

Die pharaonen überraschen – bis zur pause

Die „Pharaonen“, bei ihrer vierten WM-Teilnahme, präsentierten sich in der ersten Halbzeit als äußerst clever agierende Mannschaft. Emam Ashour von Al-Ahly Kairo brachte Ägypten in der 20. Minute in Führung, nachdem die Belgier anfangs vergeblich gegen ein stabiles Abwehrbollwerk gerannt waren. Die Hitze von Seattle schien den Belgiern sichtlich zuzusetzen, während die Ägypter ihre schnellen Konteraktionen scharf vorboten.

Doch nach der Pause wendete sich das Blatt. Belgien steigerte sich merklich, und Kevin De Bruyne, der unangefochtene Dreh- und Angelpunkt der belgischen Mannschaft, scheiterte knapp am Pfosten (52.). Die Partie entwickelte sich zu einem echten Zickzack-Spiel, in dem beide Teams gefährliche Aktionen zeigten.

Ägypten ließ die „Roten Teufel“, deren „Goldene Generation“ unweigerlich dem Ende zusteuert, weitgehend das Spiel machen, verteidigte aber aggressiv und setzte auf blitzschnelle Umschaltbewegungen. Superstar Salah, der den Treffer von Ashour vorbereitet hatte, wurde eine Viertelstunde vor Schluss ausgewechselt, doch seine Nachwirkungen waren spürbar. Die Belgier, traditionell ein ewiger Geheimtipp – seit Rang drei bei der WM 2018 jedoch eher im Abwärtsstrudel – erhöhten den Druck und fanden zunehmend Lücken in der ägyptischen Defensive.

Trainer Rudi Garcia, der im Januar 2025 Domenico Tedesco beerbte, hatte seine Mannschaft zwar zum Außenseiter erklärt, sprach aber von keinerlei Beunruhigung angesichts eines möglichen Vorrunden-Ausscheidens wie 2022. Die Realität sah jedoch anders aus: Die ägyptische Mannschaft, die bereits 2018 in Russland in der Gruppenphase gescheitert war, ließ nach, und Lukaku nutzte die Gelegenheit zum Ausgleich. Die Strategen De Bruyne und Youri Tielemans von Aston Villa kamen an diesem Tag kaum zur Entfaltung.

Die Entscheidung fiel erst in den Schlussminuten, als Hany im Zweikampf mit Lukaku unglücklich den Ball ins eigene Tor beförderte. Ein bitterer Moment für Ägypten, ein gerechter Ausgleich für Belgien. Die WM-Träume der Pharaonen sind vorerst geplatzt.