Spanien stolpert über kap verde – der wm-favorit liegt schon am boden
Null Tore, null Plan, null Hoffnung. Spaniens Auftakt in die WM 2026 gleicht einem Blackout auf offener Bühne. Der Europameister trennte sich 0:0 vom Debütanten Kap Verde – und die Schlagzeilen weltweit schreien nur ein Wort: Blamage.
Atlanta wird zum albtraum
Die Mercedes-Benz Arena, eigentlich ein Tempel des Erfolgs, verwandelte sich in eine Arena des Schweigens. 53 Minuten lang jagte Lamine Yamal Bälle in die gegnerische Box, doch der 40-jährige Vozinha stand wie ein Fels. Immer wieder parierte er, bis die spanischen Stars nur noch den Rasen anstarrten. Keerer, titelte Marca – ein Desaster, das man sich nicht ausdenken kann.
Die Statistik lügt nie: 72 Prozent Ballbesitz, 19 Torschüsse, nur drei davon aufs Tor. Kap Verde? Vier Schüsse, einmal aufs Gehäuse – und trotzdem jubelte eine halbe Million Menschen im Atlantik. Die Inselgruppe verpasste den ersten Sieg, holte aber den wertvollsten Punkt ihrer Fußballgeschichte.

Weltweites echo – von spott bis bewunderung
In Madrid zerbarst die Nachspielzeit aus Wut. AS schrieb von einem „Anstieg wie der Angliru“ – jenem berüchtigten Berg, der Radprofis in die Knie zwingt. The Sun spielte mit „Spain Pain“, die deutsche Bild sprach schlicht von „Blamage bis auf die Knochen“. Und in Paris atmete L'Équipe tief durch: „Das ist ja ein Reinfall.“
Dabei hatte Trainer Luis de la Fuente noch gewarnt, dass „jeder, der glaubt, das Spiel sei leicht, gewaltig täuschen würde“. Seine Worte wurden innerhalb von 90 Minuten zur bitteren Realität. Die Roja wirkte ideenlos, als hätten sie vergessen, wie Fußball funktioniert.

Vozinha – der held aus mindelo
Während die Spanier den Kopf hängen ließen, weinte der alte Keeper vor Rührung. Vozinha, 40 Jahre jung, kassierte den MVP-Titel und wurde auf den Kapverdischen Inseln über Nacht zum Nationalhelden. Die Zeitung Expresso nannte ihn eine „Mauer aus Fleisch und Blut“, und die Menschen tanzten auf den Straßen von Praia.
Die Botschaft ist klar: Wer immer glaubte, Fußball sei eine Frage von Geld und Stars, hat heute gelernt, dass Herz und Willenskraft ebenfalls zählen. Spanien muss nun gegen Kroatien liefern – sonst droht das Aus im Achtelfinale.
Die WM 2026 ist noch jung, doch einer der großen Favoriten steht schon einmal mit dem Rücken zur Wand. Die Frage bleibt nicht offen: Werden die Spanier sich erheben, oder bleibt Atlanta ihr Grab?
