Schock im eiskanal: mandlbauer kämpft um sein comeback
Cortina d'Ampezzo – Die Bilder gingen um die Welt: Im zweiten Durchgang des Viererbobs bei den Olympischen Spielen stürzte Jakob Mandlbauer schwer. Der 27-jährige Österreicher erlitt schwere Verletzungen, die ihn bis heute begleiten. Ein Comeback in die Weltcup-Sprintln ist aber nicht ausgeschlossen.
Die folgen des olympia-unfalls
Der Sturz war brutal. Mandlbauer wurde aus dem Bob geschleudert und raste beinahe die gesamte Bahn hinunter. Seine Anschieber konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen, ihm selbst gelang die Flucht nicht. Die Szenen, wie er auf einer Trage vom Eis gebracht wurde, sind noch immer schmerzhaft. „Die Nerven sind noch nicht ganz wie vorher“, so Mandlbauer gegenüber der „Krone“. Der rechte Arm bereitet ihm weiterhin Probleme, das Gefühlsempfinden ist noch nicht vollständig wiederhergestellt. Ein Bandscheibenvorfall kam hinzu, der ihm kurz nach dem Unglück das Aufstehen erschwerte.
Doch trotz dieser Rückschläge gibt Mandlbauer nicht auf. „Glück im Unglück, dass es nichts Schlimmeres war“, sagt er. Die Halswirbel hatten auf den Nervenkanal gedrückt, was weitere Komplikationen verursachte. Die Ärzte sind optimistisch: In ein paar Monaten soll er wieder der Alte sein.

Training und hoffnung auf ein comeback
Mandlbauer ist bereits wieder ins Training eingestiegen. Lauftraining funktioniert gut, bei bestimmten Armbewegungen ist er aber noch eingeschränkt. „Hier erreiche ich derzeit ungefähr die Hälfte meines früheren Leistungsniveaus“, berichtet er. Er arbeitet hart im Kraftraum, um seine Muskeln wieder aufzubauen und seine Belastung kontinuierlich zu steigern. Ab der neuen Saison will der Österreicher wieder bei 100 Prozent sein. Seine Ambitionen sind klar: Er will zurück auf die Bobbahn, sowohl im Zweier- als auch im Viererbob.
Seine Leistungen im letzten Jahr waren vielversprechend – er landete im Gesamtweltcup in den Top 20. Ob er das gleiche Niveau erreichen kann, bleibt abzuwarten. Aber eines ist sicher: Jakob Mandlbauer kämpft mit aller Kraft für sein Comeback. Und die Sportwelt hält die Daumen für ihn.
