Schock für seixas: sturz gefährdet tour de france-traum!
Barcelona, 27. Mai – Der Traum von der Tour de France 2026 scheint für Paul Seixas (19) geplatzt zu sein, zumindest vorerst. Ein schwerer Sturz bei der Tour Auvergne-Rhône-Alpes hat den jungen deutschen Hoffnungsträger kurz vor dem Start der Frankreich-Rundfahrt in eine bedenkliche Lage gebracht.
Ein rückschlag kurz vor dem großen auftakt
Nur noch wenige Wochen trennen Seixas vom Beginn der Tour de France in Barcelona. Während Top-Favoriten wie Tadej Pogacar die Tour de Suisse bestreiten und Jonas Vingegaard sich nach seinem Giro-Sieg erholt, sollte Seixas sich in der Tour of Slovenia noch einmal auf die kommende Herausforderung einstimmen. Stattdessen musste er einen bitteren Rückschlag hinnehmen. Der Sturz auf der vorletzten Etappe der Tour Auvergne-Rhône-Alpes, einem Rennen mit Tradition, war brutal. Er kämpfte sich zwar ins Ziel, musste den folgenden Tag jedoch aufgeben.
„Ich hatte Angst, dass ich mir etwas Schlimmeres zugezogen hatte. Ich dachte, es ist vorbei“, erklärte ein sichtlich geschockter Seixas nach dem Vorfall. Die medizinische Untersuchung ergab zahlreiche Schürfwunden, insbesondere an Händen und Ellbogen, die die weitere Fahrt unmöglich machten. Teamarzt Jacky Maillot von Decathlon-CMA CGM betonte: „Die Vorgabe war klar: wir wollten keinerlei Risiken eingehen. Der Tour-Start darf nicht in Gefahr geraten.“

Selbstkritik und regeneration
Seixas selbst übernimmt die volle Verantwortung für den Sturz. „Ich habe völligen Unsinn gemacht, einen dummen Fehler. Ich habe eine Kurve falsch eingeschätzt. Ich hatte mir angewöhnt, in Abfahrten einige Fahrer zu überholen, um Positionen zu gewinnen. Aber diese Strategie ist riskant, und diesmal habe ich dafür bezahlt. Ich wollte außen vorbeifahren und kam viel zu schnell an.“ Nun steht erst einmal Regeneration auf dem Programm. Einige Tage Ruhe und Erholung sollen die Verletzungen heilen und die mentale Stärke zurückgewinnen.
Die Enttäuschung ist groß, denn gerade Seixas war als einer der vielversprechendsten Nachwuchsfahrer gehandelt worden. Seine starken Ergebnisse im Frühjahr, darunter sogar ein Duell mit Pogacar bei einigen Eintagesrennen, hatten in Frankreich große Hoffnungen geweckt, dass endlich nach 41 Jahren wieder ein deutscher Fahrer die Tour de France gewinnen könnte. Doch jetzt gilt es, Schadensbegrenzung zu betreiben und die Vorbereitung auf die Tour neu zu strukturieren. Ob der junge Mann trotz des Rückschlags in Barcelona am Start stehen wird, bleibt abzuwarten.
Die Radsportwelt wird gespannt beobachten, wie sich Seixas aus dieser schwierigen Situation befreit. Denn eine schlechte Generalprobe bedeutet nicht zwangsläufig eine schlechte Premiere. Die Frage ist: Kann er sich rechtzeitig erholen und seine Ambitionen für die Tour de France neu entfachen?
