Dfl zögert: warum bremen weiterhin sonderzahlungen kassiert

Die Debatte um Polizeikosten bei Hochrisikospielen im Fußball flammt erneut auf. Während Innenminister über eine bundesweite Lösung diskutieren, profitiert vorerst nur Bremen von einer Sonderregelung – ein Umstand, der die DFL in keinem guten Licht dasteht. Die Frage ist: Wann hört dieser Tanz um die Kohle endlich auf?

Ein juristischer kampf, der längst entschieden ist

Die Innenministerkonferenz (IMK) steht vor der Tür, und mit ihr die jährliche Diskussion über die horrenden Kosten für Polizeieinsätze bei Bundesliga-Partien mit erhöhtem Risiko. Juristisch ist die Sache klar: Die DFL sollte für diese Kosten aufkommen. Doch seit Jahren rätseln Beobachter, warum lediglich Bremen die Ausgaben erstattet bekommt. Ein juristisches Tauziehen, das sich über Jahre hinzog, endete mit einem klaren Urteil des Bundesverfassungsgerichts im Januar 2025 – ein Urteil, das die DFL eigentlich zur Kasse auffordern sollte.

Watzkes versprechen und das schweigen der liga

Watzkes versprechen und das schweigen der liga

Ulrich Mäurer, Bremens ehemaliger Innensenator, berichtet von konstruktiven Gesprächen mit DFL-Präsident Hans-Joachim Watzke unmittelbar nach dem Urteil. Es schien, als ob eine Lösung in Form eines zentralen Fonds, in den alle Bundesligaklubs einzahlen würden, in greifbarer Nähe wäre. Doch dann kam ein überraschendes Schreiben aus der DFL, das jegliche Bemühungen abrupt beendete. Ein Sprecher der Liga gibt sich zu diesen Gesprächen bedeckt und verweist auf interne Angelegenheiten. Die Frage, die sich aufdrängt: Warum diese plötzliche Kehrtwende?

Einige vermuten, dass der DFB eine entscheidende Rolle bei der Ablehnung spielte. Der Verband befürchtet, dass eine solche Kostenbeteiligung auch in den unteren Ligen zu existenzbedrohlichen Situationen für Vereine führen könnte. Eine Reaktion des DFB auf Anfrage bleibt vage, betont aber die grundsätzliche Ablehnung einer