Schiedsrichter-eklat: wm-ausschluss nach fragwürdiger geste gefordert!

Ein Schatten liegt über der Fußball-Weltmeisterschaft 2026: Nur wenige Stunden vor dem wichtigen Gruppenspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Curacao sorgte eine Geste des Video-Schiedsrichters Shaun Evans für heftige Kontroversen und die Forderung nach seinem sofortigen Ausschluss aus dem Turnier. Die Bilder, die im Netz viral gehen, zeigen Evans in einer Situation, die viele als eindeutigen Hinweis auf rechtsextreme Symbole interpretieren.

Die umstrittene handgeste – was steckt dahinter?

Bei der Übertragung des Spiels gegen Curacao (das Deutschland letztendlich deutlich mit 7:1 für sich entscheiden konnte) wurde kurzzeitig das Video-Schiedsrichter-Studio gezeigt. In diesem Moment formte Evans eine Handgeste, die seit einigen Jahren von Rechtsextremen und Anhängern der White-Power-Bewegung missbraucht wird. Es handelt sich um eine Kombination aus Daumen und Zeigefinger, die einen Kreis formt, während die restlichen Finger ausgestreckt sind. Diese Konstellation wird oft als Abkürzung für „White Power“ interpretiert, wobei das „W“ mit den beiden Fingern und das „P“ mit dem Handgelenk dargestellt werden soll. Die Geste hat jedoch auch eine harmlosere Bedeutung: Sie kann als Zeichen für „alles in Ordnung“ verstanden werden oder als Teil eines Spiels, bei dem der Zeichengeber dem Betrachter spielerisch einen Schlag auf den Arm geben darf.

Die FIFA reagiert zögerlich. Nach einem Bericht von The Athletic hat der Weltverband den Vorfall zur Kenntnis genommen, äußerte sich aber bislang nicht dazu. Auch Schiedsrichter Evans selbst machte keine Stellungnahme. Das Antidiskriminierungsnetzwerk „Fare“ übte scharfe Kritik und forderte umgehend Konsequenzen. „Unsere Experten sind sich einig: Die verwendete Geste ähnelt eindeutig einem umgedrehten ‚OK‘-Zeichen, das in rechtsextremen Kreisen weltweit als Symbol für ‚White Power‘ dient“, so eine Erklärung des Netzwerks. Die Frage, warum ein VAR-Beauftragter dieses Symbol bei einem internationalen Fußballturnier während der Übertragung einsetzt, ist berechtigt und lässt den Verdacht auf eine bewusste Provokation aufkommen.

Die adl warnt: vorsicht bei der deutung

Die adl warnt: vorsicht bei der deutung

Die Anti-Defamation League (ADL), eine Organisation, die sich mit der Bekämpfung von Antisemitismus und Hass beschäftigt, stuft die Geste ebenfalls als potenzielles Hasssymbol ein. Sie weist jedoch auch darauf hin, dass bei der Interpretation Vorsicht geboten ist, da die Bedeutung je nach Kontext variieren kann. Der australische Rechtsextremist Brenton Tarrant hatte das Symbol 2019 nach einem Massenattentat in Neuseeland gezeigt, was die Kontroverse um die Geste weiter anheizt.

Shaun Evans, ein erfahrener Schiedsrichter mit über 200 Einsätzen in der australischen A-League, war bereits bei der WM 2022 in Katar als Video-Assistent im Einsatz. Seine aktuelle Situation ist angespannt, und die Forderung nach seinem Ausschluss aus der WM wird immer lauter. Das deutsche Fußballpublikum und internationale Beobachter erwarten nun eine klare und entschiedene Reaktion der FIFA. Die Glaubwürdigkeit des Fußballverbands steht auf dem Spiel.