Juve-kreuzfahrt stoppt: carnevali löscht comollis transferchaos

Giovanni Carnevali hat noch nicht einmal sein Büro in Vallette-Saß betreten, da hat er die Festplatte des Vorgängers schon formatiert. Alles raus, nur Boga bleibt – der Ex-Sassuolo-Eigengewächs wird für vier Millionen Euro vom FC Chelsea zurückgeholt und rückt als Backup für Kenan Yildiz in die Startelf-rotation.

Die verbrannten millionen von damien comolli

Was bleibt, sind Rechnungen. Fast 44 Millionen springen bei Loïs Openda, soll der Leipziger die Kaufoption ziehen. Ein Verlustgeschäft, das Carnevali jetzt zu verhindern versucht. Denn der neue Sportdirektor weiß: jeder Euro zählt, nachdem Cristiano Giuntoli vor zwölf Monaten die Gehaltsliste mit dem Rotstift bearbeitet hatte.

Jonathan David saß schon am Tisch, unterschrieb ein Paket von sechs Millionen pro Saison und macht sich nun selbst zum Handelsgut. Verkaufen lohnt – die Plusvalenza wäre saftig – doch wer zahlt dem Kanadier diesen Satz erneut? Die Antwort heißt: momentan niemand.

Spalletti will keine testspiel-touristen

Spalletti will keine testspiel-touristen

Während die Mannschaft im Juli durch die USA tingelt, hat Luciano Spalletti klare Order gegeben: wer dabei ist, spielt auch. Keine separierten Profis, keine geduldeten B-Lizenzler wie unter Tudor. Carnevalis Job ist es, die Liste auf maximal 22 Feldspieler zu trimmen, ohne das Budget zu sprengen.

Die Lektion lautet: Schnelligkeit schlägt Struktur. Comolli arbeitete mit langen Verträgen und Bonus-Spiralen – Carnevali schneidet lieber einmal zu viel als einmal zu wenig. Am Ende steht ein Kader, der sich rechnet, nicht nur auf dem Rasen, sondern auch in der Bilanz.