Neuseeländischer verteidiger cacace: vom pizza-duft zum wrexham-traum!

Wellington, Neuseeland – Ein Duft von Pizza, die Erinnerung an einen Vater im Azzurro und ein aufstrebender Fußballstar im Trikot von Wrexham: Liberato Cacace, der neuseeländische Verteidiger, erzählt seine außergewöhnliche Geschichte. Nach Stationen in Empoli und nun im Wales-Team von Ryan Reynolds und Rob McElhenney, ist Cacace kurz vor dem WM-Debüt seines Landes.

Die familie: von massa lubrense nach wellington

Die Wurzeln des 22-Jährigen liegen in Massa Lubrense, einem kleinen Ort in der Nähe von Neapel, wo seine Eltern eine Pizzeria namens „Bella Napoli“ betreiben. Antonio, sein Vater, verließ Italien auf der Suche nach einem besseren Leben und fand in Wellington eine neue Heimat. Seine Mutter, Luisa, stammt aus Neuseeland, doch die italienische Kultur und die Leidenschaft für den Fußball wurden ihm von seinem Vater vermittelt. „Sie haben mir beigebracht, wie wichtig Opferbereitschaft ist“, erzählt Cacace.

Als Kind arbeitete er in der Pizzeria seiner Eltern neben dem Fußballtraining. Ein bescheidener Hintergrund, der ihn zu dem geformt hat, was er heute ist. Er erinnert sich an die täglichen Trainingseinheiten, gefolgt von dem Sprung in die Küche, um als Tellerwäscher zu helfen. Ein Leben, das von harter Arbeit und dem unerschütterlichen Glauben an seine Träume geprägt war.

Die wm-ambitionen und die serie-tv-saga

Die wm-ambitionen und die serie-tv-saga

Cacace blickt voller Zuversicht auf die bevorstehende Weltmeisterschaft. „Unser Ziel ist es, ein Spiel zu gewinnen. Es wäre die erste für uns“, erklärt er. Trotz der Unterschätzung durch viele Experten will Neuseeland mit Leidenschaft und Kampfgeist überzeugen. Seine eigene Saison war von Verletzungen geprägt, doch er ist nun bereit, sich persönlich zurückzumelden und sein Land zu vertreten.

Doch seine Reise zum Wrexham ist ebenso unerwartet wie faszinierend. Bereits 2021 zeigte Juventus Interesse, doch die Entscheidung fiel erst im vergangenen Sommer zugunsten des walisischen Klubs. „Ich habe die Serie über Wrexham gesehen – fantastisch!“, schwärmt Cacace. Die Unterstützung von Reynolds und McElhenney ist immens: „Sie bombardieren uns mit Nachrichten und motivierenden Sprüchen.“

„Vor einem Fußballer musst du ein Mann sein“, sagte sein Vater einst. Worte, die Cacace stets im Gedächtnis behalten hat und die ihn auf seinem Weg begleitet haben. Er ist ein Beispiel dafür, dass mit harter Arbeit und Leidenschaft auch aus bescheidenen Verhältnissen große Träume wahr werden können.

Die Familie wird am Bildschirm sitzen, die Augen voller Tränen, wenn Liberato Cacace gegen den Iran aufs Feld tritt – ein Spiel um 3 Uhr morgens neuseeländischer Zeit. Und sollte Neuseeland tatsächlich ein Spiel gewinnen, winkt das lang ersehnte Vergnügen: Cacace verspricht, endlich den Herr der Ringe mit seinem Bruder zu schauen.