Schlotterbeck-ausstieg: real und liverpool im werben – dortmund behält die kontrolle

Die Debatte um Nico Schlotterbeck bei Borussia Dortmund erreicht einen neuen Höhepunkt. Während die Vertragsverlängerung des Innenverteidigers zunächst für Erleichterung sorgte, sorgt die darin enthaltene Ausstiegsklausel nun für reichlich Unruhe – und Pfiffe aus der eigenen Kurve. Die Details sind jetzt klarer, und sie zeigen, dass der BVB zumindest vorerst die Zügel in der Hand hat.

Wer darf schlotti wirklich haben?

Wer darf schlotti wirklich haben?

Nach übereinstimmenden Berichten ist die Ausstiegsklausel von Schlotterbeck nicht jedem Verein zugänglich. Nur drei Klubs sollen überhaupt in der Lage sein, die Summe von mindestens 50 Millionen Euro auf den Tisch zu legen. Zwei dieser Vereine sind bereits bekannt: Real Madrid und der FC Liverpool buhlen offenbar ernsthaft um die Dienste des Dortmunders. Bayern München soll hingegen kein Interesse an einer Verpflichtung haben – eine ironische Wendung, angesichts der traditionellen Rivalität der beiden Klubs.

Das eigentliche Problem? Das Klauseldatum. Der BVB hat eine List eingebaut: Die Klausel ist nicht für den gesamten Transfermarkt gültig. Sollte Schlotterbeck diesen Sommer wechseln wollen, muss eine Entscheidung bis Mitte oder Ende Juli getroffen werden – idealerweise vor dem WM-Finale am 19. Juli. Das bedeutet, die Verantwortlichen in Dortmund haben Zeit, einen Nachfolger zu suchen, falls Schlotterbeck plötzlich das Interesse eines der drei Top-Klubs weckt.

Die Fans in Dortmund machen ihrem Unmut auf eine Weise Luft, die den Verein vor eine Zwickmühle stellt. Die Pfiffe gegen Schlotterbeck nach dem 0:1 gegen Bayer Leverkusen waren ein deutliches Zeichen. Auch ehemalige BVB-Größen äußerten sich kritisch, was die Situation zusätzlich anheizt. Aber der BVB hat einen Trumpf: Die zeitliche Begrenzung der Ausstiegsklausel. Es ist ein cleverer Schachzug, um zumindest nicht ungefragt an Spieler verlorenzugehen, insbesondere nicht an einen direkten Konkurrenten in der Bundesliga.

Die vergangenen Transferperioden haben gezeigt, wie schnell sich die Lage ändern kann. Ein Transfer-Theater auf den letzten Metern ist keine Seltenheit. Doch dank der zeitlichen Begrenzung der Ausstiegsklausel hat der BVB nun die Möglichkeit, ruhig zu agieren und einen Ersatz zu finden, sollte es zu einem plötzlichen Abschied von Schlotterbeck kommen. Die Millionen, die der BVB bei einem Verkauf einnehmen könnte, könnten dann in die Verpflichtung eines neuen Spielers investiert werden – ein Teufelskreis, den viele Vereine kennen.

Es bleibt abzuwarten, ob einer der drei namhaften Vereine tatsächlich zuschlägt. Das Rennen um Nico Schlotterbeck ist noch lange nicht entschieden, aber der BVB hat nun zumindest eine bessere Ausgangsposition, um die Kontrolle zu behalten – und das trotz des Unmuts der eigenen Fans.