Schlotterbeck bleibt borusse – bayern-poker scheint beendet
Borussia Dortmund kann tief durchatmen: Nico Schlotterbeck hat seinen Vertrag vorzeitig bis 2031 verlängert. Ein Wechsel zum FC Bayern München, der in den letzten Wochen immer wieder als Gerücht die Runde machte, scheint damit vom Tisch zu sein – zumindest vorerst. Die Nachricht sorgt für Erleichterung beim BVB und dürfte die Fans gleichermaßen freuen wie enttäuschen.

Ein wichtiges signal an die mannschaft
Sportdirektor Ole Book ließ im Vorfeld des Spiels gegen Bayer Leverkusen keine Zweifel an der Bedeutung der Vertragsverlängerung: „Es ist ganz wichtig, dass Nico das Zeichen gesetzt hat, dass er hier sein möchte.“ Seine Worte lassen keinen Raum für Interpretationen: Schlotterbeck hat sich dem Verein verbunden und signalisiert damit, dass er auch in Zukunft eine tragende Säule der Dortmunder Abwehr bilden will. Wie Book betonte, sei er „sicher, dass Nico ganz lange bei uns bleiben möchte.“
Die Diskussion um eine mögliche Ausstiegsklausel im neuen Vertrag hatte in den letzten Tagen für Aufregung gesorgt. Medienberichten zufolge sollte diese dem BVB-Abwehrchef im Sommer einen Wechsel ermöglichen – allerdings zu einem Preis von 50 bis 60 Millionen Euro. Nun scheint sich herausgestellt zu haben, dass die Klausel den FC Bayern München nicht einschließt. Eine ironische Fügung, angesichts der hartnäckigen Gerüchte über ein mögliches Wechseltheater.
Trainer Niko Kovac äußerte sich ebenfalls zufrieden: „Jetzt ist alles vom Tisch, beide Seiten sind glücklich – ich als Trainer natürlich auch.“ Die Verlängerung des Vertrages von Schlotterbeck ist nicht nur sportlich, sondern auch ein wichtiges Zeichen für die Kontinuität im Verein. Der 26-Jährige hatte seinen ursprünglichen Vertrag, der 2027 auslief, vorzeitig verlängert, was die langfristige Planung des BVB deutlich erleichtert.
Während die Bayern-Bosse, allen voran Karl-Heinz Rummenigge, aktuell andere Prioritäten haben – der Fokus liegt klar auf der anstehenden Champions-League-Saison –, bleibt abzuwarten, ob der FC Bayern im kommenden Sommer doch noch einen Versuch unternehmen wird, Schlotterbeck nach München zu lotsen. Doch vorerst scheint der BVB die Oberhand zu haben und kann sich auf die Leistungen seines Leistungsträgers verlassen.
