Schlag für den "kannibalen": merckx kämpft erneut gegen komplikationen
Die Radsportwelt hält den Atem an: Eddy Merckx, einst der unangefochtene König der Straßen, wird erneut ins Krankenhaus eingeliefert. Der belgische Radsport-Titan, der mit 525 Siegen unzählige Rekorde gebrochen hat, kämpft seit Dezember 2024 gegen die Folgen eines Unfalls, der ihn von seinem Fahrrad warf.
Die hüfte als achillesferse des "kannibalen"
Der Sturz führte zu einem Hüftbruch, der die Notwendigkeit einer Prothese nach sich zog. Doch der Weg zur vollständigen Genesung war alles andere als glatt. Sechs Operationen wurden bereits durchgeführt, um Komplikationen zu beheben. Nun scheint sich eine erneute Hüftinfektion eingeschlichen zu haben, die den 80-Jährigen erneut außer Gefecht setzt. Wie Merckx gegenüber "Het Laatste Nieuws" mitfühlte: „Ich hatte starke Schmerzen, deshalb wurde ich letzten Montag ins Krankenhaus gebracht.“
Das Problem ist, dass die Ärzte die Ursache der Infektion immer noch nicht gefunden haben. Die Antibiotika zeigen kaum Wirkung, und eine weitere Operation – die siebte – ist für nächsten Montag geplant. „Ich habe die Nase voll!“, gestand der mehrfache Tour-de-France-Sieger. Die geballte Erfahrung eines Sportlers, der die Grenzen des menschlichen Leistungssports neu definierte, scheint nun an die Grenzen des medizinischen Fortschritts zu stoßen.

Ein vermächtnis aus stahl und schweiß
Merckx' Karriere liest sich wie ein Märchen. Fünfmal gewann er die Tour de France, ebenso oft die Giro d'Italia. Ein Triumph bei der Vuelta a España rundete das Bild ab. Seine Dominanz bei den fünf Radsport-Monumenten – Mailand-Sanremo, Flandern-Rundfahrt, Paris-Roubaix, Lüttich-Bastogne-Lüttich und die Lombardei-Rundfahrt – ist bis heute unerreicht. Dazu kamen drei Weltmeistertitel und 525 Rennsiege, eine Zahl, die kaum jemand erreichen wird. Die Frage ist nun: Wird der "Kannibale“ diesen erneuten Rückschlag überwinden und seine unbändige Lebensfreude bewahren können?
Die Geschichte von Eddy Merckx ist mehr als nur eine Sammlung von Siegen. Sie ist ein Zeugnis für die unbändige Willenskraft eines Athleten, der sich stets neuen Herausforderungen stellte. Selbst wenn sein Körper ihn nun im Stich lässt, wird der Name Eddy Merckx für immer mit dem Begriff des absoluten Radsport-Dominators verbunden bleiben. Die nächste Woche wird entscheidend sein – und die gesamte Radsportwelt hofft, dass der "Kannibale“ seine Krallen wieder findet.
