Schiedsrichter verirrt sich um 225 kilometer – spiel geplatzt!
Ein Fußballspiel in der National League musste am gestrigen Montag aufgrund eines außergewöhnlichen Fehlers abgebrochen werden. Schiedsrichter Harry Wager tauchte nicht am vorgesehenen Austragungsort auf, sondern in einer völlig anderen Stadt – und das, obwohl er sich auf dem Weg dorthin befand. Ein peinlicher Moment für den Unparteiischen und ein herber Rückschlag für die Sutton United und Southend United.

Verwechslung der namen führt zu kilometerlanger irrfahrt
Der Vorfall ereignete sich im Rahmen eines Spiels der fünften englischen Spielklasse, in der sowohl Spieler als auch Schiedsrichter nicht professionell tätig sind. Der Grund für die Verwechslung liegt in einer Namensgleichheit: Harry Wager sollte in Sutton, einem Vorort von London, pfeifen, begab sich jedoch nach Sutton Coldfield, etwa 225 Kilometer entfernt, in der Nähe von Birmingham. Der Fehler wurde erst beim Eintreffen am Central Ground entdeckt, als klar wurde, dass die eigentlich vorgesehene Spielstätte, das VBS Community Stadium, weit entfernt war.
Die Zeit spielte nicht mit. Da es bereits 14 Uhr war und das Spiel nur eine Stunde später angepfiffen werden sollte, blieb den Verantwortlichen nichts anderes übrig, als die Schiedsrichter-Garde auszutauschen. David Holden und Tom Hutton übernahmen als Linienrichter, während Steven Hughes als vierter Offizieller fungierte. Die Partie zwischen Sutton United und Southend United endete schließlich mit einem 0:3-Sieg für die Gäste, ein Ergebnis, das in den Annalen des Fußballs nun einen gewissen historischen Beigeschmack hat.
Die Distanz von rund 225 Kilometern und die daraus resultierende Fahrzeit von über drei Stunden verdeutlichen das Ausmaß der Verwirrung. Es ist ein Lehrstück, das zeigt, wie wichtig eine sorgfältige Vorbereitung und Kommunikation sind, selbst im Amateurbereich. Der Vorfall wirft zudem ein Schlaglicht auf die Organisation und Logistik im nicht-professionellen Fußball, wo Fehler aufgrund fehlender Ressourcen und Strukturen leichter passieren können. Ob dieser Vorfall zu Konsequenzen für Harry Wager führen wird, ist derzeit noch unklar.
