Schalke kämpft: protest gegen ndiaye-sperre nach fehlentscheidung!
Gelsenkirchen – Der Aufstiegskampf von Schalke 04 wird zur Zitterpartie: Nach der Gelb-Roten Karte gegen Linksverteidiger Moussa Ndiaye im Spitzenspiel gegen Elversberg legt der Zweitliga-Tabellenführer Einspruch beim DFB ein. Die Königsblauen sind überzeugt, dass Schiedsrichter Michael Bacher einen gravierenden Fehler begangen hat – ein Fehler, der nun möglicherweise den Aufstiegskampf gefährdet.
Die strittige szene im detail
Die Gelb-Rote Karte für Ndiaye fiel in der 51. Minute des Spiels, das Schalke mit 2:1 gewonnen hatte. Die offizielle Begründung lautete wiederholtes Foulspiel. Doch die TV-Bilder erzählen eine andere Geschichte: Es war nicht Ndiaye, der Elversbergs Lukas Petkov zu Fall brachte, sondern Petkov selbst, der Ndiaye unglücklich auf den Fuß trat. Ein regelwidriger Tritt, der die entscheidende Karte nach sich zog.
Ein bitteres Detail: Der VAR durfte in dieser speziellen Situation, einer sogenannten Ampelkarte, nicht eingreifen. Diese Regelung ändert sich erst im Sommer mit der neuen Saison und der Einführung der WM-Regeln. Das bedeutet, die Entscheidung des Schiedsrichters steht – zumindest formal.

Hoffnungsschimmer für die schalker
Doch Schalke gibt nicht auf. Der Verein setzt auf das DFB-Sportgericht, das nun über den Einspruch entscheiden muss. Die Erinnerung an den Erfolg von Stuttgart im September 2024, als der Verein im ähnlichen Fall um Kapitän Atakan Karazor erfolgreich war, lässt den Glauben an eine mögliche Wende aufleben. Auch Schalke selbst hatte erst vor kurzem Erfolg mit einem Einspruch, als die Sperre für Stürmer Edin Dzeko nach dessen Roter Karte gegen Hannover 96 reduziert wurde. Der Vorsitzende Richter Stephan Oberholz hatte damals von einem „Sonderfall“ gesprochen – ein Begriff, der den Schalkern jetzt Hoffnung gibt.
Das Entscheidungsspiel am Sonntag: Sollte der Einspruch erfolgreich sein, könnte Ndiaye doch am Sonntag (13:30 Uhr) gegen Preußen Münster auflaufen. Ein Spiel, das für Schalke von enormer Bedeutung ist, da der Gegner Schlusslicht der Liga ist. Der Ausgang der Entscheidung des DFB-Sportgerichts wird zeigen, ob die Königsblauen ihre Chance nutzen können, um den Aufstiegskampf nicht unnötig zu erschweren. Die Fans in Gelsenkirchen bangen – und hoffen auf ein Fußballschicksal, das doch noch wohlwollender ist.
