Schach-sensation: sindarov zieht geschichte – blübaum vor prüving
Ein junger Mann aus Usbekistan sorgt für Furore beim Kandidatenturnier! Javokhir Sindarov, gerade mal 20 Jahre alt, spielt sich mit einer bisher unerreichten Leistung in den Fokus der Schachwelt. Selbst Magnus Carlsen, der unumstrittene König des Sports, zeigt sich beeindruckt. Kann der Shootingstar die Schachwelt wirklich aufmischen?
Der aufstieg des usbekischen wunderkinds
Nach acht von vierzehn Runden führt Sindarov das Kandidatenturnier mit großem Vorsprung an. Seine Leistung ist nicht nur stark, sondern auch überraschend konstant. Er hat bereits Schwergewichte wie Fabiano Caruana und Hikaru Nakamura bezwungen und dabei eine Elo-Performance zwischen 3100 und 3150 erreicht – Werte, die selbst für die absolute Weltspitze schwindelerregend sind. „Meine Frau hat mich gefragt, ob ich so etwas schon mal geschafft habe“, gestand Carlsen kürzlich. „Da habe ich gesagt: Nein, aber danke für die Frage!“

Blübaum trotzt dem wunder – doch reicht es?
Für den deutschen Schachgroßmeister Matthias blübaum wird das Turnier zu einer Zitterpartie. Er schlägt sich zwar wacker, konnte gegen Sindarov zwar remis spielen, doch der Vorsprung des Usbeken ist mittlerweile so groß, dass ein Wunder nötig wäre, um noch die Chance auf den Titelgewinn zu wahren. Doch Blübaum ist kein Unbekannter. Seine solide Spielweise und sein gutes Eröffnungsverständnis könnten ihm im direkten Duell gegen den jungen Virtuosen helfen, zumindest einen Punkt zu ergattern.

Keymer siegt in karlsruhe – und beobachtet die schach-sensation
Während Sindarov in Zypern Geschichte schreibt, feierte Vincent Keymer, Deutschlands Nummer 1, einen weiteren Erfolg. Er gewann das Grenke Freestyle Open in Karlsruhe, verpasste aber knapp die Qualifikation für das Kandidatenturnier. Keymer räumte ein, dass Sindarovs Leistung „sehr besonders“ sei und er gespannt sei, ob der Usbeke seine beeindruckende Form halten könne. Die Live-Weltrangliste zeigt bereits eine Verschiebung: Sindarov ist an Keymer vorbeigezogen und belegt nun den fünften Platz.

Die schachwelt in aufruhr
Die Erfolge des jungen Usbeken haben die Schachwelt in Bewegung gesetzt. Die Frage ist nicht mehr, ob Sindarov das Kandidatenturnier gewinnen wird, sondern wie er sich gegen den amtierenden Weltmeister Gukesh Dommaraju schlagen wird. Ein Duell, das Schachfans auf der ganzen Welt in Atem halten wird.
