Scaloni stellt wm-kader vor: atlético-block dominiert!

Lionel Scaloni hat seinen Kader für die Titelverteidigung bei der Weltmeisterschaft in Katar bekannt gegeben – und die Fußballwelt staunt. 17 Spieler aus dem WM-Titelteam von 2022 sind dabei, aber das eigentliche Ausrufezeichen ist die Dominanz des spanischen Klubs Atlético Madrid.

Sechs profis aus madrid in scalonis auswahl

Sechs profis aus madrid in scalonis auswahl

Ein regelrechtes Atlético-Kontingent von sechs Spielern wird die argentinische Nationalmannschaft bei der WM vertreten. Das ist nicht nur bemerkenswert, sondern macht den spanischen Hauptstadtklub zur am stärksten vertretenen Mannschaft innerhalb des argentinischen Teams. Atlético Madrid selbst stellt drei spanische Nationalspieler, was die globale Reichweite des Klubs unterstreicht.

Allerdings wirft dieser Umstand auch Fragen auf. Nur zwei der sechs Atlético-Profis scheinen eine feste Zusage für die kommende Saison bei Trainer Simeone zu haben. Musso und Giuliano gehören demnach zum bestätigten Kader. Der Torwart, als zweitbester Keeper hinter Oblak, spielte in der Copa del Rey eine entscheidende Rolle und füllte die Lücke, als der Slowene verletzungsbedingt ausfiel. Giuliano hingegen ist als unumstrittener Stammspieler mit einer Klausel von 500 Millionen Euro geschützt.

Doch das Schicksal von Julián hängt in der Schwebe. Der Starstürmer hat seinen Wunsch nach einem Wechsel geäußert und der anhaltende Transferpoker mit dem FC Barcelona lässt seine Zukunft offen. Sein Vertrag läuft zwar noch bis 2030 und beinhaltet die astronomische Ausstiegsklausel, aber die Gerüchte lassen ihn nicht los.

Auch Almada steht vor einem möglichen Abschied. Nach einem vielversprechenden Start verflachte seine Leistung und er wurde zunehmend zu einer Option für die zweiten Spielhälften. Das Interesse von River Plate könnte ihm den Weg zum Abschied ebnen, sollte ein attraktives Angebot eingehen.

Nico und Molina komplettieren das Sextett aus Atlético-Profis. Bei Nico läuft die Leihe aus Turin aus, und es wird derzeit an einer dauerhaften Verpflichtung gearbeitet. Seine Vielseitigkeit und soliden Leistungen haben Simeone beeindruckt. Ob dies gelingt, bleibt abzuwarten. Molina hingegen hat noch einen Vertrag für eine weitere Saison, wird aber seit Jahren immer wieder als möglicher Abgang gehandelt. Auch er hat bisher stets die Tür für Interessenten offen gehalten – ein verlockendes Angebot könnte seine Entscheidung kippen lassen.

Die Abhängigkeit von Spielern aus einem einzigen Verein birgt Risiken, zeigt aber gleichzeitig die Qualität und das Vertrauen, das Scaloni in die Atlético-Schule legt. Ob diese Strategie zum zweiten WM-Titel in Folge führt, wird die Welt im Winter herausfinden.