Saudi-arabien überrascht erneut: al misehal kündigt ambitionen an

Nur wenige Stunden vor dem brisanten Duell gegen Spanien hat Yasser Al Misehal, der Präsident des saudischen Fußballverbands, im Exklusivgespräch mit MARCA eine Botschaft an die Welt gesendet: Saudi-Arabien kommt nicht, um Bittsteller zu sein. Die Erwartungen sind gestiegen, und das aus gutem Grund.

Der respekt vor spanien ist groß, die angst klein

Al Misehal ließ keine Zweifel daran, dass er die Stärke Spaniens anerkennt. „Spanien ist eine der größten Fußballnationen der Welt, mit einer einzigartigen Identität und außergewöhnlichen Spielern. Aber genau das ist es, was uns hierherzieht“, erklärte er. Für Saudi-Arabien sei die WM die Chance, sich mit den Besten zu messen – und nicht mit vermeintlich leichteren Gegnern. Respekt, so Al Misehal, bedeute nicht Furcht. Vielmehr zeige der aktuelle Zustand des saudischen Fußballs, dass die Erwartungen höher seien denn je.

Die Bilanz spricht für sich: Eine Mannschaft, die sowohl Erfahrung als auch jugendlichen Elan vereint, Spieler, die auf höchstem asiatischen Niveau gespielt haben und wöchentlich gegen internationale Stars in der Saudi Pro League antreten. Die Disziplin, der Mut und das Teamwork sollen nun auch die spanischen Fans überzeugen, dass der saudische Fußball mit echter Ambition wächst. Der Sieg gegen Argentinien im Jahr 2022 sei zwar ein unvergesslicher Moment, aber nur ein Meilenstein auf einem viel größeren Weg.

Ein fußballboom aus den grundwerken

Ein fußballboom aus den grundwerken

Was niemand so recht beachtet, ist die beeindruckende Entwicklung der saudischen Liga. Das Niveau hat sich deutlich erhöht. Spieler dieser WM trainieren und kämpfen jede Woche Seite an Seite mit den besten Fußballern der Welt. Gleichzeitig wird auf die Jugend gesetzt: Bis 2026 sollen die Anmeldungen in den Jugendleistungszentren auf 50.000 ansteigen, im Vergleich zu 18.000 im Jahr 2023. Die Altersstruktur wurde erweitert, von 10 auf 13 Kategorien, mit der Einführung von U9, U7 und sogar U5-Mannschaften. Der Anstieg der Trainerzahlen von 700 auf über 6000 unterstreicht das Engagement für eine nachhaltige Entwicklung.

Die Beziehung zum spanischen Fußball ist eng und vertrauensvoll. Die Supercopa de España, die in Saudi-Arabien ausgetragen wird, hat diese Verbindung vertieft – von den Verbänden über die Vereine bis hin zu den Fans. Spanien dient als Vorbild, insbesondere in Bezug auf die Spielweise, die Entwicklung von Spielern und die Fußballkultur. Es geht darum, zu lernen, zu wachsen und technische Partnerschaften zu stärken.

Wm 2030 und 2034: mehr als nur austragungsorte

Wm 2030 und 2034: mehr als nur austragungsorte

Für Saudi-Arabien sind die Weltmeisterschaften von 2030 (Spanien, Portugal, Marokko, Argentinien, Uruguay, Paraguay) und 2034 (Saudi-Arabien) keine isolierten Ereignisse. Jedes Turnier bietet die Chance, aus den Fehlern des vorherigen zu lernen. Die WM mit 48 Teams ist eine massive Lernerfahrung für alle Beteiligten, einschließlich der FIFA. Die Ambition geht über eine einzelne Überraschung hinaus: Saudi-Arabien will eine Nation werden, die sich Jahr für Jahr verbessert und die Welt von seinen Fortschritten überzeugt. Über 150 internationale Sportveranstaltungen wurden bereits ausgerichtet, und die Vorbereitungen für die AFC Asian Cup 2027 laufen auf Hochtouren.

Al Misehal betonte das Ziel, die Gruppenphase zu überstehen und so weit wie möglich zu kommen. „Wir haben die Qualität, die Erfahrung und die Ambition, um erfolgreich zu sein“, sagte er. 48 saudische Spieler – darunter zwei aus der Yelo League – sind bei dieser WM im Einsatz und beweisen die wachsende Relevanz des saudischen Fußballs. Es geht nicht nur um Ergebnisse, sondern auch darum, den saudischen Fußball auf der Weltbühne zu etablieren.