Sané und havertz starten: nagelsmann zeigt wm-blatt in basel
Julian Nagelsmann legt los
. In Basel läuft gegen die Schweiz schon heute die erste Version seiner WM-Elf auf, und sie kommt ohne Experimente daher. Leroy Sané rückt trotz Gageschwankungen bei Galatasaray sofort ins rechte Flügelzimmer, Kai Havertz soll die Neun geben. Die Botschaft: Wer jetzt spielt, darf sich Hoffnungen machen.Kein pavlovic, kein musiala – stiller und gnabry rücken nach
Die Personalie, die Nagelsmann am meisten beschäftigt, steht nicht einmal im Kader. Jamal Musiala schont die Adduktoren, Aleksandar Pavlovic fällt mit Hüftproblemen aus. Als Notlösung rotiert der Bundestrainer das Mittelfeld-Rad: Angelo Stiller, erst vor 48 Stunden nachnominiert, bildet neben Leon Goretzka das Doppelsechs-Raster. Vor ihnen treibt Serge Gnabry die Zehn, die eigentlich Musiala gehört.
Die Abwehr dagegen sieht schon wie aus dem Sommerkatalog aus. Joshua Kimmich kehrt als Rechtsverteidiger zurück, an seiner Seite Jonathan Tah und Nico Schlotterbeck. David Raum sichert links ab, Oliver Baemann steht im Tor. „Wir wollen Stabilität“, sagte Nagelsmann – und meinte damit wohl auch seine Nerven.

Die schweiz setzt auf routine und embolo
Murat Yakin antwortet mit der bewährten Mischung aus Premier-League-Granit und Super-League-Tempo. Breel Embolo spitzelt allein vorne, Xhaka und Freuler schieben hinterher. Die Devise: Kein Freundschaftsspiel-Gefühl, sondern ein Achtelfinale-Generalprobetest.
Die Aufstellungen im Überblick: Deutschland spielt mit Baumann – Kimmich, Tah, Schlotterbeck, Raum – Stiller, Goretzka – Sané, Gnabry, Wirtz – Havertz. Die Schweiz mit Kobel – Widmer, Akanji, Elvedi, Rodriguez – Xhaka, Freuler – Ndoye, Rieder, Vargas – Embolo.
90 Minuten, um einen Platz im WM-Koffer zu sichern. Für Sané ist es die letzte Etappe vor dem Umstieg von Istanbul nach Heimat-Träume. Für Havertz die Chance, endlich als Neun zu glänzen, nicht nur als Notlösung. Und für Nagelsmann der erste echte Stresstest, bevor in drei Monaten alles zählt.
