Wsl-wettbewerb unterbrochen: fossa attackiert fotograf!
Schock und Besorgnis am heutigen Tag in Neuseeland: Der prestigeträchtige WSL-Surfwettbewerb musste vorübergehend unterbrochen werden, nachdem ein australischer Wassersportfotograf von einer Fossa attackiert wurde. Ein Vorfall, der die Surfer und das gesamte Team in Atem hält und die Frage aufwirft, wie sicher die Bedingungen wirklich sind.
Ein unerwarteter zwischenfall während der halbfinal-action
Der Vorfall ereignete sich während eines der Halbfinalduelle zwischen den Brasilianern Yago Dora und Italo Ferreira. Ed Sloane, ein erfahrener Fotograf, der die Action aus dem Wasser dokumentieren sollte, wurde plötzlich von einer Fossa angegriffen. Er erlitt leichte Bisswunden an einem Knöchel und verlor zudem eine seiner Flossen. Die Umstände des Angriffs sind noch unklar, aber die ersten medizinischen Einschätzungen bestätigen, dass es sich tatsächlich um eine Fossa handelte, nicht um einen Hai – eine wichtige Klarstellung, die die anfängliche Verwirrung noch verstärkte.
Laut WSL-Sprecher Renato Hickel befindet sich Sloane in guter Verfassung und die Verletzungen sind glücklicherweise nicht schwerwiegend. „Er ist bei guter Laune und die Verletzungen sind lediglich kleine Löcher“, so Hickel gegenüber dem australischen Rundfunk ABC, nachdem der Fotograf zur weiteren Behandlung in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht worden war.

„Code rot“ aktiviert: sicherheit geht vor
Unmittelbar nach dem Vorfall wurde der sogenannte „Code Rot“ aktiviert, ein Notfallprotokoll, das bei potenziellen Gefahren im Wasser greift. Die Halbfinal-Begegnung zwischen Dora und Ferreira wurde daraufhin sofort unterbrochen. Erst nachdem die Behörden die Sicherheit des Bereichs bestätigten, konnte der Wettbewerb wieder aufgenommen werden.
Die WSL betonte, dass der Vorfall sowohl die Surfer als auch das Personal, das sich im Wasser befand, erheblich mitgerissen habe. Die anfängliche Unsicherheit bezüglich der Art des Tieres trug zu der Verwirrung bei. Es ist ein Szenario, das erschreckende Parallelen zu dem Vorfall im Jahr 2015 zieht, als der australische Surfer Mick Fanning während eines Wettbewerbs in Jeffreys Bay, Südafrika, von einem Hai attackiert wurde. Fanning entkam damals glücklicherweise unverletzt, nachdem er den Hai abgewehrt hatte – ein Ereignis, das in der Surfer-Welt bis heute für Entsetzen sorgt.
Vor der Unterbrechung hatte sich der Australier Morgan Cibilic bereits für die Finalrunde qualifiziert, nachdem er den Amerikaner Griffin Colapinto besiegt hatte. Das Frauenfinale wird zwischen der Hawaiianerin Carissa Moore und der Amerikanerin Sawyer Lindblad ausgetragen. Aber all dies verblasst angesichts der Frage, wie man solche Vorfälle in Zukunft verhindern kann. Die Sicherheit der Athleten und des Personals muss oberste Priorität haben, und die WSL wird sich sicherlich intensiv mit den Sicherheitsvorkehrungen auseinandersetzen müssen.
Die Fossa, ein schelmischer und oft unberechenbarer Bewohner der neuseeländischen Küste, hat hier bewiesen, dass selbst die erfahrensten Profis nicht vor der Natur gefeit sind. Ein Mahnmal dafür, dass der Sport zwar Leidenschaft und Adrenalin weckt, aber auch Respekt vor den Kräften des Ozeans erfordert.
