Jódar bei den french open: wilander sieht potential, keinen coup!
Paris – Rafael Jódar, das neue Wunderkind aus Spanien, steht vor seinem Debüt in Roland-Garros. Der 19-Jährige hat bereits für Furore gesorgt, als er in Rom das Viertelfinale erreichte und Jannik Sinner ärgerlich knapp unterlag. Nun blickt Tennis-Legende Mats Wilander auf die Chancen des jungen Spaniers bei den French Open.

Ein vielversprechendes auftaktprogramm für den shootingstar
Jódar ist in Paris als 27. gesetzt, dank einiger Absagen höher platzierter Spieler. Sein Auftaktmatch gegen Aleksandar Kovacevic aus den USA (Montag ab ca. 13:30 Uhr) sollte machbar sein. Auch im zweiten Runde gegen den Australier James Duckworth gilt er als Favorit. Doch dann droht mit Taylor Fritz, dem an Sieben gesetzten US-Profi, ein ernstzunehmender Gegner.
Wilander, der selbst die French Open dreimal gewann und seit Jahren als Experte bei Eurosport tätig ist, rechnet mit einer Leistung, die ungefähr der Setzliste entspricht. „Ich glaube nicht, dass er gegen niedriger platzierte Spieler verlieren wird“, so der Schwede. Das bedeutet, Jódar könnte durchaus bis ins Viertelfinale vordringen, doch ein Titelgewinn scheint ihm dieses Jahr noch zu viel abzuverlangen.
Was Wilander an Jódar besonders beeindruckt, ist seine Einstellung. „Für jemanden in seinem Alter hat er eine unglaublich gute und sehr bodenständige Einstellung“, lobt der ehemalige Champion. Jódar spielt aggressives Tennis und verfügt bereits über starke Waffen auf beiden Seiten, der Vorhand und der Rückhand. Sein Aufschlag muss sich zwar noch verbessern, aber das wird sich, wie bei vielen Topspielern, mit der Zeit entwickeln.
Der junge Spanier hat bereits bewiesen, dass er mit dem Druck von Grand-Slam-Turnieren umgehen kann: 2024 gewann er die Juniorenkonkurrenz der US Open in New York. Ein Erfolg, der ihm sicherlich Selbstvertrauen für den Sprung in die Weltspitze gibt. Seine aktuelle Weltranglistenposition von Platz 29 unterstreicht sein Potential.
Die French Open werden zeigen, ob Jódar den nächsten Schritt in seiner Karriere machen kann. Eines ist sicher: Der junge Spanier hat das Zeug dazu, in den kommenden Jahren eine feste Größe im Tenniszirkus zu werden. Sein Auftritt in Paris ist ein erster wichtiger Test.
