French open: herbert rastet schiedsrichter janzen auf deutsch!
Paris – Ein Eklat am späten Nachmittag bei den French Open: Pierre-Hugues Herbert, nach einer umstrittenen Entscheidung ausgeschieden, wetterte auf Deutsch verbal gegen den deutschen Schiedsrichter Timo Janzen. Der Franzose, der im fünften Satz gegen Lorenzo Sonego den Kürzeren zog, verlor die Fassung und ließ seiner Wut in ungewöhnlicher Weise Ausdruck verleihen.
Die strittige ballbeurteilung als auslöser
Die Partie zwischen Herbert und Sonego war bis zum Schluss spannend und ging über drei Stunden und 33 Minuten. Der entscheidende Moment kam im fünften Satz, als Janzen einen Ball zugunsten von Sonego wertete, den Herbert eindeutig im Aus gesehen hatte. Der Qualifikant war überzeugt von seiner Wahrnehmung und zeigte vehement auf die Markierung. Die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten.
Zunächst äußerte sich Herbert auf Englisch, fordernd und unmissverständlich: „Schau mir in die Augen! Du wirst es sehen und du wirst sehen, dass er aus war. Wenn du dich danach nicht entschuldigst, werde ich nie wieder mit dir reden.“ Doch dann, in einem überraschenden Schritt, wechselte der Elsässer ins Deutsche. Ein ungewöhnlicher Moment, der für Aufsehen sorgte.

Herbert schimpft auf deutsch – ein unerwarteter wendepunkt
Herbert ließ seiner Frustration freien Lauf und schimpfte auf Deutsch weiter. „Das ist sehr schlecht von dir, sehr schlecht!“, polterte er, während er den Ballabdruck erneut prüfte. Janzen blieb bei seiner Entscheidung, was Herbert zusätzlich aufbrachte. Die Situation eskalierte, als der Franzose dem Schiedsrichter erneut verbal nachzujagen versuchte und ihm vorwarf, „unglaublich“ zu sein und die Entscheidung ein „Witz“ sei.
Die Tatsache, dass Herbert seine Beschwerden auf Deutsch äußerte, wirkte zusätzlich überraschend und unterstrich die Intensität seiner Emotionen. Es ist nicht alltäglich, dass Tennisspieler in solchen hitzigen Momenten die Landessprache des Schiedsrichters wählen, um ihren Unmut auszudrücken.
Lorenzo Sonego setzte sich letztendlich mit 7:6 (7:3), 5:7, 6:2, 1:6, 6:4 durch und trifft in der zweiten Runde auf den Sieger der Partie zwischen Rinky Hijikata und Tommy Paul. Für Herbert bedeutet die Niederlage das frühe Aus bei den French Open.
Die Szene wirft ein Schlaglicht auf die Emotionen, die im Hochleistungssport herrschen können, und zeigt, wie schnell eine strittige Entscheidung zu einer Eskalation führen kann. Die Frage bleibt, ob Herbert mit seinem Verhalten die Grenzen des sportlichen Fairplay überschritten hat.
