Salah spielt ohne netz: liverpools legende verabschiedet sich mit letztem champions-auftritt
Mohamed Salah steht vor dem Aus. Gegen Paris war er nur Zuschauer, das erste Mal seit 2017 in der Champions League. Für den Ägypter könnte das Rückspiel die letzte europäische Nacht im Liverpool-Trikot werden – und das, obwohl eigentlich noch ein Vertragsjahr läuft.
Slot setzt salah auf die bank – und das hat gründe
Arne Slot erklärte es nüchtern: „Wenn wir 20 Minuten in der eigenen Box verteidigen, spare ich ihm lieber die Beine.“ Klingt logisch, ist aber ein Einschnitt. Kein Minuten-Nachschub im Parc des Princes, keine Geste der Revanche nach dem verschossenen Elfmeter gegen ManCity. Stattdessen: ein Platz neben den Ersatzbank-Heizstrahlern, ein Blick, der keine Wut zeigte, nur Resignation.
Die Zahlen aber sprechen weiter für ihn: 82 Champions-League-Einsätze, 50 Tore – kein Liverpooler war jemals erfolgreicher in diesem Wettbewerb. Auch in der Premier League schraubt er sich mit 250 Torbeteiligungen (ohne Elfmeter) in die Top-5 der Liga-Historie, neben Giggs, Rooney, Shearer und Cole. Historie in Fleisch und Blut, aber eben nicht mehr unantastbar.

Ein letztes mal anfield – mit oder ohne happy end?
Die 0:2-Pleite in Paris zwingt Slot zu einem offensiven Kurs. Wer soll das Spiel drehen, wenn nicht der Mann, der schon 50-mal in der Königsklasse traf? Doch der Coach pokert: „Wir müssen das perfekte Gleichgewicht finden, bevor unsere Stürmer überhaupt angreifen können.“ Übersetzt: Salah bringt keine Sicherheit, wenn das Mittelfeld nicht gewinnt.
Für den 32-Jährigen bleibt eine Woche, um die Geschichte noch einmal um eine Seite zu erweitern. Ein Tor, ein Assist, ein Sieg – und vielleicht doch ein Finale, das nicht wie ein Abschied aussieht. Verlässt er den Klub, geht eine Ära zu Ende. Aber selbst Könige verabschieden sich ohne Netz, wenn der Vorhang fällt.
