Sainz' golf-leidenschaft: der kampf gegen den vater und die f1-verpflichtungen
Carlos Sainz, Formel-1-Pilot auf Weltniveau, gesteht eine Schwäche: Seine Leidenschaft für Golf. Während er auf der Rennstrecke um jede Zehntelsekunde kämpft, wird sein Handicap auf dem Grün zur neuen Herausforderung – insbesondere, weil ihm sein eigener Vater Paroli bieten kann. Ein Blick hinter die Kulissen eines außergewöhnlichen Hobbys, das mehr als nur Entspannung bedeutet.
Ein handicap-tanz zwischen vater und sohn
Sainz' Hingabe zum Golf ist kein Geheimnis. Schon seit seiner Jugend ist er begeisterter Golfer, wie ein altes Interview mit MARCA belegt: Das Erste, was er nach einem Grand Prix checkt, ist nicht die Rennanalyse, sondern die PGA-Tour. Doch die zunehmende F1-Saison mit ihren zahlreichen Terminen hat ihm in den letzten Jahren die Zeit für regelmäßiges Training geraubt. Das Ergebnis: Ein Handicap, das von einstigen 6 auf beachtliche 11 Punkte gestiegen ist. Und das Schlimmste? Sein Vater hat ihn in letzter Zeit regelmäßig auf der Driving Range geschlagen – eine Demütigung, die Sainz nun mit aller Macht umkehren will.
“Vor der Pause habe ich es ehrlich gesagt nicht leicht gehabt”, gesteht Sainz mit einem Augenzwinkern. “Ich habe versucht, meinen Schwung wiederzufinden, den ich einst hatte, der mir ein Handicap von 5 ermöglichte.” Die vierwöchige Rennpause kam ihm daher gerade recht. Während er Stunden im Simulator verbrachte, um das Auto zu perfektionieren, fand er auch Zeit, seine Golfschläge zu trainieren. Der Erfolg: Eine Verbesserung von 11 auf 7. Doch der Kampf gegen den Vater geht weiter.
Die Zahlen lügen nicht: Sainz‘ Ziel vor den Sommerferien 2025 war klar: “Ich muss meinem Vater zeigen, wer der Boss ist.” Ein 63-jähriger Vater, der seinen Sohn auf dem Golfplatz schlägt, ist für jeden Sportler eine Demütigung. Sainz will das ändern – und zwar mit aller Konzentration.

Pro-am in miami: ausreden und ein kurzer abflug
Die Gelegenheit zur Revanche bot sich ihm in Miami beim Pro-Am-Turnier. “Die Anfangslöcher waren schrecklich”, gibt Sainz offen zu. “Ich habe nicht meine eigenen Schläger benutzt und musste mich erst anpassen.” Eine klassische Ausrede eines Golfers, wie er grinsend zugibt. Aber auch Profis haben mal einen schlechten Tag.
Nach anfänglichen Schwierigkeiten fand Sainz jedoch seinen Rhythmus wieder und zeigte eine solide Leistung. Doch dann musste er abrupt abbrechen, um an einem Marketing-Event teilzunehmen. “Es ist erstaunlich, wie viele dieser Termine wir haben”, beklagt er sich leicht genervt. “Aber es hat trotzdem Spaß gemacht.”
Neben seiner F1-Karriere pflegt Sainz Freundschaften mit einigen professionellen Golfern, darunter Eugenio López-Chacarra, der aktuell auf der LIV-Tour erfolgreich ist. Eine Leidenschaft, die ihn über die Formel 1 hinaus verbindet und ihm eine willkommene Abwechslung bietet.
Ob Sainz seinem Vater nun tatsächlich die Stirn bieten kann, bleibt abzuwarten. Eines ist jedoch sicher: Seine Golf-Leidenschaft ist ungebrochen und er wird alles daran setzen, seine F1-Verpflichtungen mit einer soliden Leistung auf dem Golfplatz in Einklang zu bringen. Denn für Carlos Sainz ist Golf mehr als nur ein Hobby – es ist eine Herausforderung, eine Leidenschaft und ein Spiegelbild seines unbändigen Wettbewerbsgeistes.
