Sabally verlässt mercury: wnba-finale ohne deutsche star-power?

Schock in der WNBA: Satou Sabally, die mit den Phoenix Mercury sensationell die Finals erreichte, wird wohl nicht für eine weitere Saison in Arizona bleiben. Die deutsche Nationalspielerin sondiert bereits Gespräche mit anderen Teams – ein herber Schlag für die Ambitionen der Mercury und ein Fragezeichen über die Zukunft des Franchise.

Neuer vertrag, neue möglichkeiten für sabally

Wie Front Office Sports exklusiv berichtet, stehen die Chancen schlecht, dass Sabally ihren Vertrag in Phoenix verlängert. Nach dem Abschluss des neuen Tarifvertrags der WNBA, der die Gehälter deutlich anhebt, können ab dem 8. April Verhandlungen mit Free Agents geführt werden. Für Sabally, die 2023 für rund 250.000 Dollar einen Einjahresvertrag unterzeichnete, winkt nun ein Millionen-Deal. Ihr Wert ist gestiegen, und andere Teams werden sich um die talentierte Flügelspielerin bemühen.

Ein Schlüsselspieler geht: Saballys Leistungen in der vergangenen Saison waren beeindruckend. Als Drittplatzierte im All-Star-Team und mit durchschnittlich 16,3 Punkten, 5,9 Rebounds und 2,5 Assists pro Spiel bildete sie zusammen mit Alyssa Thomas ein starkes Duo. In der Postseason steigerte sie sich sogar auf durchschnittlich 19 Punkte – Phoenix‘ beste Scorerin in dieser Phase der Saison.

Die folgen für phoenix: umbruch nach taurasi und griner

Die folgen für phoenix: umbruch nach taurasi und griner

Der mögliche Abgang von Sabally markiert einen weiteren Umbruch in Phoenix. Nach Jahren, in denen Diana Taurasi und Brittney Griner das Team dominierten, müssen die Mercury nun neu aufstellen. Der Weg ins Finale war bereits eine Überraschung, aber ohne Sabally wird es deutlich schwieriger, an diese Erfolge anzuknüpfen. Die Niederlage gegen die Las Vegas Aces um A’ja Wilson mit 0:4 in den Finals zeigt, wo der Kader noch Verbesserungspotenzial hat.

Ein dunkler Schatten liegt zudem auf Saballys Gesundheit. Im dritten Spiel der Finals erlitt sie eine schwere Gehirnerschütterung, die auch ihre Teilnahme an Unrivaled im Winter verhinderte. Ob diese Verletzung auch ihre Abwesenheit bei der WM-Qualifikation in Lyon beeinflusst hat, bleibt unklar.

New York bedauert den Abschied: Auch andere Teams zeigen ihr Interesse an der deutschen Star-Spielerin. Die Verantwortlichen in New York äußerten bereits ihr Bedauern über Saballys möglichen Weggang und betonten, wie sehr sie ihre Fähigkeiten schätzen. Die Konkurrenz um ihre Unterschrift wird groß sein.

Die WNBA bereitet sich indes auf den Expansion Draft vor, bei dem Sabally und Nyara Geiselsöder von Phoenix ausgewählt wurden. Ein weiterer Tag im Leben des Profi-Basketballs, in dem sich die Karten neu mischen.

Die Ära Sabally in Phoenix scheint also zu einem Ende zu kommen, und die WNBA-Fans dürfen gespannt sein, wohin ihre Reise als gefragte Free Agent sie führen wird. Eine Sache ist klar: Satou Sabally hat ihren Marktwert erheblich gesteigert und wird in der kommenden Saison für Furore sorgen – egal in welchem Team.