Sabalenka schlägt gauff und krönt sich zur königin von miami
Aryna Sabalenka biss sich
durch den Staub von Key Biscayne und spuckte ihn mit einem Grinsen wieder aus. Die 27-jährige Weißrussin musste im Finale gegen Coco Gauff erstmals in diesem Turnier einen Satz abgeben – und schlug zurück wie ein Boxer nach der Gong-Pause. 6:2, 4:6, 6:3 lautete das Endresultat, 1,15 Millionen Dollar der Scheck, der dichte Titel in diesem Jahr.Gauffs aufstand währt genau 59 minuten
Im ersten Durchgang wirkte die US-Amerikanerin wie ein Häufchen Elend, zu schnell, zu heftig schlug Sabalenka die Bälle in die Ecken. Doch nach dem Seitenwechel schaltete Gauff einen Gang höher, störte mit aggressivem Return, schaffte das Break zum 4:3 und schleifte den Satz ins Entscheidungsdrittel. Die Menge in der Hard Rock Stadium Arena tobte – sie glaubte an das Wunder.
Das Wunder aber trug Sabalenkas Namen. Bei 3:3 im dritten Satz schenkte sie zwei Breakbälle her, schlug im Anschluss aber eine Vorhand longline, die selbst die Stadion-Katze hätte nicht berührt. Gauff antwortete mit dem Frame-Schuss ins Netz, Sabalenka lächelte nur und servierte zwei Games später die Meisterschaft auf. 24. Titel, 16. Sieg in Serie, keine Niederlage seit dem Australian-Open-Viertelfinale.

Die rangliste wird zur einbahnstraße
Mit dem Erfolg baut Sabalenka ihre Führung an der Spitze der WTA-Weltrangliste auf satte 2.400 Punkte aus – ein Vorsprung, der selbst bei einem frühen Ausscheiden in den nächsten Wochen nicht mehr einzuholen ist. Ihr Team um Coach Anton Dubrov feierte bereits auf der Tribüne, während Gauff die Tränen wegdrückte und trotzdem applaudierte. „Sie ist ein Monster“, sagte Gauff später mit Respekt in der Stimme, „aber eines, das man mögen muss.“
Für Sabalenka ist Miami nur eine Station auf dem Weg zum echten Ziel: den Grand-Slam-Thron bei den French Open. Bis dahin wird sie noch ein paar Monster wecken – und sie werden alle wissen, dass sie zuerst an der Tür klopfen müssen.
