Sabalenka: berliner rasen-comeback nach paris-desaster!
Berlin – Aryna Sabalenka hat in Berlin bewiesen, dass das traumatische French Open-Viertelfinale kein Einzelfall war. Die Weltranglisten-Erste kehrte auf den Rasen der Hauptstadt zurück und bezwang Ekaterina Alexandrova im Achtelfinale. Doch es war mehr als nur ein Sieg – es war ein Zeichen der mentalen Stärke.

Die rollen rückten: von der diva zur kämpferin
Niemand kann so perfekt genervt die Augen rollen wie Aryna Sabalenka. Ein Moment, in dem sie in Paris fast die Nerven verloren hätte, ein Blick, der die Fassungslosigkeit ausdrückte. Aber in Berlin sah es anders aus. Nach der desaströsen Vorstellung in Roland Garros, wo sie im Viertelfinale gegen Diana Shnaider ein 0:6 im dritten Satz hinnehmen musste, wirkte Sabalenka fokussierter, entschlossener. Die Diva schien einer Kämpferin Platz zu machen.
Der Sieg gegen Alexandrova, ein knappes 6:4, 6:4, offenbarte mehr als nur den Einzug ins Viertelfinale. Es zeigte eine Sabalenka, die ihre Emotionen besser im Griff hat. „Jedes Spiel ist jetzt eine Lektion in Sachen Selbstkontrolle“, gab sie nach dem Match zu. Die French Open hatten tiefe Spuren hinterlassen, doch Sabalenka scheint entschlossen, daraus zu lernen und ihre innere Balance wiederzufinden.
Das Rasentennis in Berlin ist für Sabalenka eine besondere Herausforderung. Sie hat noch nie ein Turnier auf Rasen gewonnen, aber die Anlagen sind vorhanden: ein harter Aufschlag, flache Grundschläge und eine enorme Reichweite am Netz. Es geht darum, diese Fähigkeiten zu nutzen und gleichzeitig die mentale Stärke zu bewahren, die in Paris fehlte.
Es war auffällig, wie sachlich Sabalenka versuchte, bei sich zu bleiben, auch wenn das Spiel mal nicht lief. Wo früher die Augen rollten und die Box angestrahlt wurde, gab es nun einen ruhigen Austausch mit ihrem Coach. Eine demonstrative Gelassenheit, die Hoffnung macht.
Die Wimbledon-Mission beginnt in Berlin. Sabalenka wird alles daran setzen, endlich den Titel zu holen, der ihr bisher verwehrt geblieben ist. Es ist eine Frage der Zeit, bis sie ihr volles Potenzial entfaltet. Und die Rasen-Saison in Berlin könnte der perfekte Ort dafür sein.
