Saarlouis bindet reitz und petschick – durmishi und kunkel gehen
Saarlouis kocht schon auf der nächsten Saison. Die HG Saarlouis sichert sich die Dienste von zwei heißen Eigengewächsen, während zwei andere den Verein verlassen. Der Klub verlängert mit Joshua Reitz und dem 19-jährigen Außenflitzer Philipp Petschick. Gleichzeitig verabschieden sich Meti Durmishi und Gil Kunkel auf Vereinssuche.
Reitz bleibt, weil das system auf ihm fußt
Der 23-jährige Reitz unterschreibt für zwei weitere Jahre. Sportdirektor Markus Baur erklärt das mit einer klaren Ansage: „Josh ist inzwischen fest in unserem Rhythmus verankert, Angriff wie Abwehr laufen über ihn.“ Der Mittelmann selbst will mit Saarlouis in die 2. Liga. Seine persönliche Marschroute deckt sich mit dem Plan des Vereins – deshalb blieb keine Sekunde Zögern.
Ein Satz, der im Klubhaus für Zustimmung sorgt: „Die Arbeit mit Mannschaft und Coach macht mir sehr viel Spaß.“ Kein Standard-Standard-Interview, sondern ein Loblied auf die Trainingskultur, die Reitz offenbar suchte.

Petschick bekommt den senior an der seite
Auf rechts Außen formiert sich ein Generationenduo. Petschick, erst 19, bekommt mit Lars Weißgerber einen erfahrenen Gegenpart, der ihn schon in den nächsten Monaten coachen soll. „Ich will mich bestmöglich weiterentwickeln“, sagt der Youngster knapp. Mehr Worte braucht er nicht, seine Spielminuten in dieser Saison haben lauter gesprochen.

Durmishi und kunkel suchen neue heimat
Wechselstimmung pur: Meti Durmishi, 25-jähriger Kreisläufer, Nationalspieler des Kosovo, will sich neu erfinden. Wo, weiß er selbst noch nicht. Er kam 2024 aus Homburg, wurde zum Leistungsträger, bleibt aber ohne Durchbruch in der Tabelle. Für ihn ist der Abschied ein Karriere-Nebenjob, kein Drama.
Gil Kunkel dagegen war nur ein Jahr da. Ein Wechsel nach Saarlouis, der sich als Leihgeschäft entpuppte. Verletzungen bremsten den Linkshänder aus, nun will er woanders Spielzeit sammeln. Der Bruder von Yves Kunkel packt bereits die Koffer.
Saarlouis verliert zwei Optionen, gewinnt aber Planungssicherheit. Die Vertragsverlängerungen sind keine PR-Geste, sondern ein Statement: Jugend soll sich auszahlen, statt teurer Importe. Die Rechnung geht auf – oder eben nicht. In zwei Jahren weiß man mehr. Bis dahin heißt es: grün-weiß weitermachen, mit dem Blick nach oben.
