Rugby-schock: belgischer spieler schwerverbrannt – spendenaktion gestartet

Ein tragischer Unfall hat den belgischen Rugby-Spieler Bruno Vliegen aus dem Leben gerissen – zumindest für einen Moment. Der 24-Jährige erlitt bei einem Arbeitsunfall schwere Verbrennungen, die über 37 Prozent seines Körpers bedecken. Jetzt ruft seine Gemeinschaft zu Spenden auf, um seine Familie in dieser schweren Zeit zu unterstützen.

Die schreckliche explosion in écaussinnes

Die schreckliche explosion in écaussinnes

Der Vorfall ereignete sich in Écaussinnes, südlich von Brüssel, als Vliegen versuchte, Äste zu verbrennen. Er benutzte dabei einen mit Benzin getränkten Baumstamm als eine Art Fackel – ein fataler Fehler, der zu einer Explosion führte. Augenzeugen berichten, dass sich die Flammen blitzartig ausbreiteten und Vliegen umhüllten. Er befand sich in einer Situation, die er so beschrieb, als würde er „sterben“. Die Schreie des jungen Mannes blieben ungehört, er versuchte sich panisch zu schützen, als er einen lauten Knall hörte.

Laut der Stiftung Nicolas Gigot, die mit Zustimmung des Spielers Auskunft gab, erblickte Vliegen einen schmalen Spalt zwischen den Flammen und warf sich in die Öffnung, wobei er sein T-Shirt warf. Sein Körper brannte, während er versuchte, sich in Sicherheit zu bringen. Er fand schließlich Zuflucht in einer Art Pferdekoppel in der Nähe, um die Flammen zu löschen, bevor er ins Krankenhaus gebracht wurde.

Ein vielversprechender Spieler, ein unrühmliches Ende? Vliegen, ein internationaler Spieler für die „Diables Noirs“ (Schwarze Teufel) Belgiens, stand kurz vor seinem Wechsel zu Soignies für die kommende Saison. Seine Verletzungen sind schwerwiegend, und eine lange und schmerzhafte Phase aus Behandlungen, möglichen Hauttransplantationen und Rehabilitation liegt bevor. Die Spendenaktion soll neben den medizinischen Kosten auch seine Partnerin und die einjährige Tochter Lio unterstützen.

Die Stiftung Nicolas Gigot betont, dass jeder Beitrag, egal wie klein, eine wichtige Rolle bei der Rekonstruktion von Vliegens Leben spielen wird. Der Name Nicolas Gigot ist in der belgischen Rugby-Szene eng mit Tragik verbunden. Er selbst verstarb 2020 im Alter von 19 Jahren an einer Hyperthermie während eines Trainings. Vliegen und Gigot hatten einst gemeinsam mit dem Rugby begonnen, und der Verlust von Gigot schmerzt die Gemeinschaft bis heute.

Die Solidarität für Vliegen ist enorm. „Bruno ist in der Rugby-Welt unbestreitbar für seine Großzügigkeit und Hilfsbereitschaft bekannt“, so DH Les Sports+.

Die Zahl spricht Bände: Über 37 Prozent seines Körpers sind von den Verbrennungen betroffen. Eine Zahl, die die Schwere der Situation verdeutlicht und die Notwendigkeit der Unterstützung unterstreicht. Es ist eine Mahnung, dass hinter jedem Sportler eine Familie steht, die in solchen Momenten ihre Hilfe benötigt.