Sabadell: keine abgänge ohne rekordablöse!

Der spanische Zweitligist CF Sabadell hat unmissverständlich klargestellt: Spieler, die den Verein verlassen wollen, werden teuer erkaufen müssen. Sportdirektor Lucas Viale ließ am Montag in einer Pressekonferenz keine Zweifel daran, dass der Verein nicht zum Verkauf steht und seine Leistungsträger behalten will. Eine klare Botschaft, die an die jüngsten Aussagen des Präsidenten Pau Morilla-Giner anknüpft.

Sabadell will sich als feste größe etablieren

„Wir sind kein Frachtschiff, sondern ein Verein mit großen Ambitionen“, betonte Morilla-Giner bereits letzte Woche. „Wenn jemand gehen will, muss er tief in die Tasche greifen. Wir wollen nicht mehr zum Verkaufsgespräch gezwungen werden, wenn wir gerade erfolgreich sind.“ Viale, einer der Architekten des historischen Aufstiegs von der Segunda Federación in die LaLiga Hypermotion, erinnerte daran, dass man sich vor zwei Jahren noch über einen solchen Zustand „mit Blut und Seele“ gewünscht hätte. Der Moment sei nun allerdings „unangenehm“, da schmerzhafte Entscheidungen getroffen werden müssten.

Doch Sabadell blickt nach vorne. Das Ziel ist es, den Kern des Aufstiegs durch Spieler der Primera Federación und erfahrene Kräfte aus der Segunda División zu ergänzen. „Wir suchen Spieler mit Hunger“, erklärte Viale. „Spieler, deren beste Tage noch vor ihnen liegen und nicht hinter ihnen.“ Die Vertragsverlängerung von Trainer Ferran Costa bis 2027 steht kurz vor dem Abschluss und unterstreicht die langfristige Planung des Vereins.

Zorn über zaragoza und fuolis verhalten

Zorn über zaragoza und fuolis verhalten

Die Verhandlungen mit anderen Vereinen verlaufen nicht immer fair. Viale äußerte sich verärgert über das Verhalten des SD Huesca, dessen Spieler während der Aufstiegspartien einen Vertrag bei einem anderen Verein unterzeichnete. Besonders missfallen ihm die Berichte über das Interesse des Real Zaragoza an Torwart Diego Fuoli, der sich nach dem Aufstieg in einer provokanten Weise über den spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez geäußert hatte. „Es ist unprofessionell, dass seit drei Monaten jede Woche Artikel über Fuoli aus Zaragoza auftauchen, während er bei uns unter maximalem Druck steht. Wir haben dem Verein dies mitgeteilt.“

Sabadell wird sich aber nicht entmutigen lassen. „Wir bleiben unserem Stil treu – dem Schlamm und dem Rock’n’Roll“, versprach Viale. Der Verein wird weiterhin auf eine leidenschaftliche und kämpferische Spielweise setzen, um den Aufstieg in der zweiten Liga zu festigen. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob Sabadell seinen Kurs halten und die hohen Erwartungen erfüllen kann. Der Verein hat eine klare Botschaft ausgesprochen: Wer unsere Spieler will, muss einen stolzen Preis zahlen – und das ist gut so.