Roth kehrt zurück: handball-legende rettet bregenz vor dem chaos?

Bregenz Handball hat einen Rückschlag mehr verkraftet als die Fans sich wünschen: Nach dem Aus von Marko Tanaskovic und Markus Rinnerthaler bangt man am Bodensee um den Klassenerhalt. Doch nun winkt Rettung ausgerechnet von einer Handball-Ikone – Michael Roth kehrt zurück!

Der erfahrene taktiker übernimmt das ruder

Der erfahrene taktiker übernimmt das ruder

Es ist ein überraschender, aber wohl notwendiger Schritt. Der 64-jährige Roth, der bereits bis März 2023 in Bregenz wirkte, soll das Team zunächst bis zum Saisonende stabilisieren. „Wenn Bregenz Handball ruft, bin ich da“, erklärte Roth selbst auf der Vereins-Homepage, ein Statement, das die Dringlichkeit der Lage unterstreicht. Die Verantwortlichen sehen in ihm den idealen Kandidaten, um der Mannschaft wieder Freude am Spiel und die nötige Ruhe in schwierigen Situationen zu vermitteln.

Roths Erfolgsbilanz ist beeindruckend. Der Ex-Nationalspieler, der bei den Olympischen Spielen 1984 in Los Angeles die Silbermedaille mit Deutschland gewann, coachte unter anderem die SG Kronau-Östringen, HSG Wetzlar, MT Melsungen und die Füchse Berlin. Bis September 2024 war er noch beim TV Großwallstadt aktiv. Er bezeichnet sich selbst gerne als „Feuerwehrmann“ – ein Titel, den er in zahlreichen Situationen mehrfach verdient hat.

Die Aufgabe ist gewaltig: Bregenz Handball steckt aktuell in einer sportlichen Krise. Roth muss nun in kürzester Zeit eine neue taktische Ordnung etablieren und das Team mental stabilisieren. Ob ihm das gelingt, wird die entscheidende Frage sein. Die Fans hoffen, dass die Erfahrung und das Know-how des Routiniers Früchte tragen werden und Bregenz doch noch den Klassenerhalt sichern kann. Die Ärmel hochkrempeln, Spiel für Spiel alles geben – das sind die Devise, die Roth seinen Schützlingen nun mit auf den Weg geben wird.

Der Vorstand zeigt sich überzeugt: „Roth verfügt über die besondere Fähigkeit, einer Mannschaft innerhalb kürzester Zeit Freude am Spiel und die nötige Gelassenheit in schwierigen Phasen zu vermitteln – genau das, was es jetzt braucht.“ Die kommenden Wochen werden zeigen, ob dieser Glaube an die alte Größe gerecht wird.