Adler mannheim stolpern in bremerhaven – matchball vertagt

1:6 in der Nordsee, 102 Strafminuten und ein gebrochener Kiefer: Die Adler Mannheim haben ihre erste Play-off-Niederlage kassiert und müssen nun doch noch ein fünftes Mal gegen die Fischtown Pinguins ran. Der Sweep ist geplatzt, der Halbfinaleinzug auf Donnerstag vertagt.

Die zahlen, die wehtun

Leon Hungerecker stand im Tor der Pinguins, eigentlich nur Ersatz – und wurde zum Matchwinner. 29 Saves in den ersten 20 Minuten ließen die Adler verzweifeln. „Wir haben alles aufs Tor geschmissen, aber er war ein Wand“, sagte Alexander Ehl. Die Konsequenz: Wer seine Chancen nicht verwandelt, kassiert hinten die Tore. So einfach ist Eishockey.

Im zweiten Drittel brach die Deckung ein. Fünf Gegentore in 13 Minuten, ein Katastrophenlauf. Justin Schütz hatte vorher zum 1:1 ausgeglichen, doch danach lief nur noch Bremerhaven. Die Adler wirkten wie gelähmt, die Pinguins wie entfesselt. Am Ende stand ein Ergebnis, das in Mannheim selten war: eine Pleite mit fünf Toren Differenz.

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O'donnell fällt aus – greco vor comeback

Die schlechteste Nachricht des Abends kam aus der Kabine: Brendan O'Donnell wird mit Kieferbruch monatelang ausfallen. Der Topscorer war nach einem Check gegen die Bande zusammengebrochen, die Operation erfolgte noch in der Nacht. Für Coach Dallas Eakins wird nun Anthony Greco zum Joker. Der US-Amerikaner, 16 Tore und 31 Assists in der Hauptrunde, konnte zuletzt wegen Adduktorenproblemen nicht spielen – nun könnte er am Donnerstag zurückkehren.

Die Adler führen die Serie weiterhin mit 3:1, doch der Schwung gehört nun Bremerhaven. Die Pinguins haben gezeigt, dass sie nicht nur defensiv kompakt stehen, sondern auch offensiv einen Gang zulegen können. In der SAP Arena droht eine heiße Partie, denn die Adler wollen die Schmach vom Dienstag vergessen machen.