Roosters stoppen augsburg und zünden letzte playoff-hoffnung

Sonntagabend, Seilersee, 4:2. Die Iserlohn Roosters haben den Augsburger Panthern im DEL-Playoff-Rennen einen empfindlichen Dämpfer verpasst – und sich dabei selbst zumindest rechnerisch am Leben gehalten. Kein Meisterwerk, aber ein Sieg mit Konsequenzen.

Ein spiel auf niedrigem niveau mit hoher bedeutung

Hochklassig war das, was sich die Zuschauer am Seilersee boten, ehrlich gesagt nicht. Aber manchmal zählt eben nicht die Ästhetik, sondern das Ergebnis. DJ Busdeker brachte die Gäste im Powerplay nach 17 Minuten in Führung – ein früher Wirkungstreffer für Augsburg. Doch das Mitteldrittels gehörte den Roosters: Tyler Boland (24.) und Eirik Salsten (34.) drehten das Spiel komplett.

Dann wurde es turbulent. Enrico Henriquez-Morales glich acht Minuten vor dem Ende für die Panther aus – der Moment, in dem Iserlohn kurz zu wanken drohte. Doch Colin Ugbelike antwortete postwendend zur erneuten Führung (55.). Den Schlusspunkt setzte Christian Thomas mit einem Treffer ins leere Tor aus der neutralen Zone – neun Sekunden vor dem Abpfiff. Kalt und gnadenlos.

Sechs punkte aus drei spielen seit der olympia-pause

Sechs punkte aus drei spielen seit der olympia-pause

Der IEC sammelt nach dem Re-Start Selbstvertrauen. Sechs Punkte aus drei Partien – das ist eine Bilanz, die zeigt, dass in Iserlohn noch etwas geht. Theoretisch zumindest. Der Rückstand auf die Nürnberg Ice Tigers und den zehnten Tabellenplatz, der zu den Pre-Playoffs berechtigt, beträgt allerdings zehn Punkte. Das ist die bittere Wahrheit hinter dem Heimsieg.

Abstiegssorgen plagen die Sauerländer hingegen nicht mehr. Die Dresdner Eislöwen stehen als Absteiger fest – das ist für Iserlohn zumindest ein beruhigendes Polster im Rücken.

Augsburg verspielt eine riesenchance

Augsburg verspielt eine riesenchance

Für die Panther wiegt die Niederlage deutlich schwerer. Mit einem Sieg hätten sie den Druck auf die Ice Tigers spürbar erhöhen können. Stattdessen: zweite Niederlage in Serie, sechs Punkte Rückstand auf Nürnberg. Die Luft wird dünner.

Kommenden Mittwoch wartet auf Iserlohn der EHC München – Anstoß um 19:30 Uhr am Seilersee. Zur gleichen Zeit müssen die Augsburger Panther beim Tabellenführer Kölner Haie ran. Für beide Teams wird es kein Spaziergang. Aber während Iserlohn gerade Aufwind spürt, reist Augsburg als Verlierer zweier aufeinanderfolgender Partien nach Köln – und das ist kein gutes Vorzeichen.