Ronaldo blockt messi-vergleich: „ich rede nicht über diese dinge“
Houston – Cristiano Ronaldo hat nach seiner historischen Doppelpackgegen Usbekistan im Viertelfinale des Weltmeisterschafts-Qualifikationsspiels ein Ausrufezeichen gesetzt – und anschließend jegliche Diskussionen um seinen ewigen Rivalen Lionel Messi vermieden. Der portugiesische Superstar zeigte im gemischten Interviewbereich nach dem Spiel eine Ansage, die für Gesprächsstoff sorgte.

Ronaldo wendet sich ab: die messi-frage bleibt unbeantwortet
Als ein Journalist versuchte, eine Frage über Messis kürzliche Leistung zu stellen – er hatte angeblich einen Hattrick erzielt – unterbrach Ronaldo das Gespräch abrupt und verließ den Bereich. „Ich rede nicht über diese Dinge“, knurrte er, bevor er sich abwandte. Die Frage wurde nicht einmal zu Ende gestellt. Ein weiterer Versuch, ihn auf das Thema anzusprechen, erntete die gleiche Reaktion, diesmal vor dem Stadion. Die Reaktion des Stürmers kam kurz nachdem er den Rekord als erster Spieler in der Geschichte der Weltmeisterschaften geworden ist, der in sechs Turnieren getroffen hat – und den portugiesischen Rekord für die meisten Weltmeisterschaftstore mit jetzt zehn Treffern aufgestellt hat, einen mehr als Eusebio.
Doch es geht um mehr als nur den Stolz des Momentes. Beobachter vermuten, dass Ronaldo bewusst von Messi ablenken wollte, um den Fokus auf die Mannschaft zu lenken. Nach dem Spiel betonte er immer wieder die Bedeutung des Teamgeists und die Notwendigkeit, die schwierige Woche der Kritik hinter sich zu lassen. „Es geht um den Zusammenhalt, um die Familie“, erklärte er. Seine portugiesischen Kollegen, die ihn seit Jahrzehnten begleiten, bestätigen diese These: Ronaldo weiß genau, wie er die Medien lenken kann, und in diesem Fall wollte er die Aufmerksamkeit auf die Leistung der gesamten Mannschaft lenken.
Die Frage ist: Kann man Ronaldo wirklich für seine Reaktion verurteilen? Er hat gerade zwei historische Rekorde gebrochen, und dann wird ihm sofort nach seinem Erzrivalen gefragt. Ein gewisses Maß an Unmut ist da durchaus verständlich. Aber die Art und Weise, wie er damit umgegangen ist, wirft Fragen auf. Denn eines ist klar: Die Rivalität zwischen Ronaldo und Messi ist mehr als nur ein sportlicher Wettkampf, sie ist ein kulturelles Phänomen.
Die portugiesische Nationalmannschaft kann es sich derzeit leisten, solche Schlagzeilen zu ignorieren. Sie haben sich für die Weltmeisterschaft qualifiziert und stehen vor einer spannenden Zukunft. Ob Ronaldo in Zukunft doch noch einmal über Messi sprechen wird, bleibt abzuwarten. Aber eines ist sicher: Solange beide aktiv sind, wird die Welt weiterhin gebannt ihre Duelle verfolgen.
