Romulo hackt hsv mit zauberhacken ab – leipzig bleibt oben dran

Ein Hacken, ein Heber, ein HSV-Knoten im Magen. Romulo drehte den Hamburger SV mit einem Fallrückzieher-Kunststück die Grenzen der Schwerkraft und der Hanseaten gleichzeitig aus. RB Leipzig gewinnt 2:1 im Volksparkstadion und bleibt an Hoffenheim und Stuttgart dran.

Castello lukeba schenkt hamburg die führung

Die Rothosen begannen, wie sie geredet hatten: mutig, hoch, mit Handschlag bis ins RB-Strafraum-Gesicht. Nach vier Minuten zischt Königsdörffer knapp drüber, nach acht muss Vandevoordt gegen Downs retten. Dann der Moment, den Castello Lukeba sich in den Albtraum spult: Querpass statt Lösung, Mikelbrencis sprintet, legt quer, Fabio Vieira nimmt Maß, schiebt durch die Beine – 1:0, 22. Minute, Volkpark tobt.

Leipzig antwortet mit dem Ball, nicht mit dem Plan. Baumgartner und Gruda kommen nicht durch, Diomande verhakt sich in Vuskovic. Bis zur 36. Minute. Da steht Romulo mit dem Rücken zum Tor, Vuskovic prescht, Heuer Fernandes stellt sich. Ein Gedanke, ein Hacken – und der Ball fliegt an den Innenpfosten. 1:1, HSV mit offenem Mund, Leipzig mit offenem Rennen.

Yan diomande schaltet nach der pause um

Yan diomande schaltet nach der pause um

Kurz vor dem Kabinengang pariert Heuer Fernandes noch gegen Diomande. Nach Wiederanpfiff ist derselbe Diomande nicht mehr zu stoppen. Hamburg verliert im Mittelkreis den Ball, Leipzig schaltet zwei Gänge höher, Romulo legt quer, Diomande tanzt um vier Rote Hosen und netzt links unten ein. 2:1, 50. Minute, Spiel gedreht.

Die Gäste hätten schon kurz darauf fertig machen können. Romulo tritt zum Strafstoß – Hand von Remberg –, aber der Keeper liest den schwachen Schuss, pariert nach unten. In der 75. Minute legt Raum mustergültig für Banzuzi auf, doch der Niederländer schieft in den Oberrang. Hamburg wechselt Poulsen, der Ex-Leipziger tritt Raum auf den Fuß und sieht trotzdem nur Gelb. Gnade statt Platzverweis, Dank an Dankert.

Danach nur noch RB. Leipzig spielt Clock-Management, Hamburger Impuls bleibt im Publikum stehen. Am Ende steht eine verdiente Auswärtsniederlage für den Aufsteiger und ein verdienter Dreier für die Sachsen, die nun mit 42 Punkten zwei Zähler hinter Hoffenheim auf Platz fünf kleben.

Nächster Gegner: RB empfängt Samstag Augsburg, der HSV muss nach Wolfsburg. Wer dort die Hacken zeigt, entscheidet über Europapokal-Träume oder Abstiegsnerven. Die Kugel spricht: Leipzig spricht mit.