Romario packt aus: „yamal ist jetzt besser als vinicius“
Der ehemalige Barça-Stürmer Romario hat in einem Gespräch mit Iker Casillas für Schlagzeilen gesorgt: „Entre Vinicius y Lamine, me quedo con Lamine.“ Klare Kante, null Rücksicht. Der Weltmeister von 1994 erklärt, warum der 17-jährige Yamal sein Favorit ist – und schießt dabei gegen Vinicius Jr.
Der mythos vom camp nou kehrt zurück
Romario spricht offen über seine Barça-Zeit, die nur anderthalb Saisons dauerte. „Ich wollte raus aus Eindhoven, Barcelona war der größte Club der Welt“, sagt er. Doch nach dem WM-Titel 1994 packte ihn die Sehnsucht nach Brasilien. „Ich kam 20 Tage zu spät zurück, Cruyff sagte okay, aber danach hatte ich Probleme mit der Gruppe.“ Der Brasilianer zog sich zurück – und kehrte im Januar 1995 nach Rio zurück.
Die Nächte in der Bling-Bling-Ära? „Ich ging feiern, das war Teil meiner Jugend – und ist es heute noch“, lacht er. Der heutige Senator würde dem jungen Romario allerdings ins Gesicht sagen: „Du warst ein Idiot.“

Laudrup, cruyff, guardiola – das dream team aus seiner sicht
Technisch war Romario begeistert von Michael Laudrup: „Einer der fünf besten Spieler, mit denen ich je spielte.“ Cruyff nannte er „den besten Trainer, den ich hatte“, trotz ständiger Clinchs. Und Pep Guardiola? „Intelligent, aufmerksam – aber dass er der beste Coach der Welt wird? Hätte ich nie gedacht.“
Den legendären 5:0-Sieg gegen Real Madrid erinnert er sich gern: „Die Cola de vaca gegen Alkorta war’s wert. Er war einer der härtesten Verteidiger, den ich je sah.“

Warum yamal, nicht vinicius
Romario sieht im heutigen Barça drei Spieler mit Extraklasse: Pedri, Raphinha – und vor allem Lamine Yamal. „Technisch differenzierend, Tore schießend, respektiert von allen. Er kann eine außergewöhnliche Karriere haben.“ Dagegen attestierte er Vinicius Jr. Leistungsgefälle zwischen Klub und Nationalteam: „Bei Brasilien erwarten wir viel mehr.“
Die Seleção hält er ohne Neymar nur für außenseitertauglich. „Mit Ancelotti gibt es neue Hoffnung, aber wenn Neymar nicht fit wird, wird es sehr schwer.“
Am Ende des Gesprächs bleibt ein Fazit, das so nur Romario formulieren kann: „Im Strafraum gab’s nur mich – und daran hat sich seit 1994 nichts geändert.“
